Volltext: Die Teilung von Sargans und Vaduz vor 650 Jahren

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Gewalt vert üf der sträze: 
als schribet uns her Bräze! 
Und wie diu bän man kunnt verlegen 
hat ouch her Toni wink gegeben! 
Eret iuwer vaterland und hebet des volks blatt vor 
den mund, ouch giftig ist der löwenzän! 
(Setzt sich.) 
Man zoch ze Schän sich einen falken 
mä&re danne ein jar, 
nu fengt er an ze balken, 
bout bläwen stein zum räthüs gar. 
sin glenzend swarz gefidere 
er sträubet hin und widere. 
hüür wolt er in die höhe stüren! 
nu tuot man inn an kuorzer leine führen! 
(Flötenweise des Mädchens.) 
(Der Troubadour erhebt sich. Beschwörend, magisch.) 
Min inner oug luegt über lant und welt und ziten, 
tuot sich bis an die dunkel zuokunft witen: 
So hoeret schauernd, was in sechs wol hundert jären 
unsrer kindes kindes sprossen suln erfären! 
Wo iezt der rhyn lässt ligen sumpf und gunten 
wern lüte baden und ins wasser gumpen. 
Statt holtschen, huf und fass und brote bachen 
wird harte dübel, gläser, falsche zähne man, malbuner 
schinken machen. 
Und wo der adler horstet, sennin singt und murmel 
springt, 
da fert man durch ein loch im berg und üf den berg uf 
Jatten, bis daz diu sonne sinkt, 
dann kriechen raupen üf dem sn&e& - ratrac, ratrac. 
wit fahren schiffe über see. 
Und menschenvögel flüügen übers land. 
erschreckend reh und hirsch und jeger kant. 
Diu welt wirt flacher, wacher, 
toller, lüüte voller, 
schneller, heller ie und ie! 
Ouch tottliger, erdbebenrottliger!
	        

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