Volltext: Renovation Schädlerhaus

Ansicht von Südost 
  
  
Bericht des Architekten 
Aufgabenstellung und Auftrag 
Ende 1992 erteilte uns die Regierung des Fürstentums Liechtenstein den Auf- 
trag, Konzeptstudien zur Erhaltung und Nutzung des Schädlerhauses zu erar- 
beiten. 
Die Untersuchungen zeigten, dass das Schädlerhaus in seinem äusseren Erschei- 
nungsbild erhaltenswert, zum damaligen Zeitpunkt aber in einem sehr schlech- 
ten baulichen Zustand war. Die Nutzung als Verwaltungsgebäude erschien 
zumindest mittelfristig richtig. Eine Umnutzung bzw. ein Umbau der Oberge- 
schosse in Wohnungen sollte evtl. zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen 
(2. Bauetappe). 
Das Zivilstandesamt, besonders der Trauraum, entsprach weder in der Grösse 
und Ausstattung, noch funktionell den heutigen Anforderungen. Der Standort 
des Amtes mit seinem regen Publikumsverkehr erschien jedoch ideal und sollte 
beibehalten werden. 
Das Ergebnis unserer Untersuchungen führte im März 1993 zum konkreten 
Planungsauftrag: 
— Renovierung bzw. Sanierung der äusseren Bauteile 
— Umbau des Zivilstandesamtes 
— Umgebungsgestaltung 
Äussere Bauteile 
Im Sinne des Auftrages der Regierung wurde der ursprüngliche Zustand des 
Schädlerhauses wieder hergestellt. Im einzelnen wurden folgende Arbeiten aus- 
führt: 
— Trockenlegung des Kelleraussenmauerwerkes 
— Ausbessern bzw. rekonstruieren des Aussenputzes 
Rekonstruktion der Fenster (Die Einfachverglasung wurde dabei durch eine 
Isolierverglasung ersetzt, wobei besonders darauf geachtet wurde, die 
ursprünglichen Sprosseneinteilungen und Rahmendimensionen zu erhalten.) 
Ersetzen bzw. sanieren der Sandsteingewánde 
Teilweise Erneuerung des Dachstuhles 
Ersetzen der Spenglerarbeiten und Neueindeckung des Daches 
— Rekonstruktion des ursprünglichen Farbkonzeptes 
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Zivilstandesamt 
Beim Umbau des Zivilstandesamtes standen 2 Aspekte im Vordergrund. Erstens, 
die räumlichen Voraussetzungen für einen funktionierenden Bürobetrieb zu 
schaffen. Zweitens, einen würdigen Trauraum zu gestalten. Dazu wurden Büro- 
und Archivräume auf der östlichen Seite des Ganges zusammengefasst. Der 
Trauraum liegt gegenüber und erstreckt sich nun nach Westen über die gesam- 
te Gebäudelänge. 
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