Volltext: Historiographie im Fürstentum Liechtenstein

. Aktenplan-Nr. (und damit Gruppentitel gemáss Aktenplan) 
. Laufzeit (Dokumente aus den Jahren von ... bis ...) 
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4. Archivsignatur/ Bestellnummer (Bestand/ fortlaufende Nummer) 
5. Sperrfrist 
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. Aufbewahrungsfrist ( bislang nur teilweise) 
Werfen wir an dieser Stelle einen Blick auf die Archivsignaturen. Die Signa- 
turen dienen zur Identifikation der Akten, teilweise zur Identifikation der 
einzelnen Dokumente. Signaturen dürfen selbstverstándlich nur einmal im 
Archiv vorkommen, d. h. sie müssen einmalig sein, sie sollen kurz sein und 
sie sollen aussagekráftig sein. Tabelle 3 zeigt eine Übersicht der wichtigsten 
Signaturen im Landesarchiv. 
Zu den Signaturen ist noch soviel wissenswert, dass im «lebenden» Archiv 
(d. h. in jenen Bestánden, die nicht abgeschlossen sind, sondern aufgrund der 
Verwaltungstátigkeit noch wachsen) jeder Akt, der verzeichnet wird, unab- 
hángig von seinem Inhalt eine fortlaufende Nummer erhált — in einer mehr 
oder weniger durch den Zufall bestimmten Reihenfolge — wie die Akten dem 
Archivpersonal gerade in die Hand kommen (Numerus currens-Prinzip). Im 
Prinzip soll jeder Akt beim Verzeichnen nur einmal in die Hand genommen 
werden. Die Ordnung der Akten nach Sachgebiet wird lediglich auf dem 
Papier hergestellt. 
Bei den «toten» Bestánden (d. h. bei jenen, die umfangmássig abgeschlossen 
sind bzw. nicht mehr wachsen) sind die Akten teilweise nach Sachthemen 
geordnet. So entspricht im Bereich der alten Registratur die Klassifikation der 
Bestellnummer (Akten des Oberamts bis 1828). 
Ich komme damit zum letzten Punkt meiner Ausführungen, nämlich zur Ordnungs- 
systematik. Ideal wáre zweifellos eine umfassende Systematik, mit der alle 
Bestánde erschlossen werden kónnten, wie dies beispielsweise in einer Biblio- 
thek gemacht wird. Dort werden sámtliche Druckerzeugnisse nach einem ein- 
heitlichen Raster erfasst. In Archiven ist dies kaum móglich. Viele Archive 
verzichten deshalb vóllig auf ein Klassifikationssystem, sie begnügen sich mit 
Registern. Die Qualität dieser Register ist sehr unterschiedlich. 
Als optimale Erschliessung gelten in manchen Archiven sogenannte General- 
register, in denen sämtliche Registereinträge über alle Bestände hinweg 
zusammengefasst werden. Tatsächlich gibt es in keinem Archiv ein solches 
Generalregister, das konsequent realisiert wurde. Generalregister sind sehr 
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