Volltext: Vaduzer Wasser

  
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Fritz Wagner 
Zivil-ingenieur 
Ravensburg. 
   
  
   
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Wagners Vorschlag für die Überwasserleitung 
Diese Intervention der Gemeinde Vaduz zeigte 
deutlich, dass sie mit ihren neu erstellten Anlagen die 
Privaten und die Textilfabriken im Môliholz nicht mit 
Wasser versorgen konnte und wollte. Die Distanz vom 
Vaduzer Reservoir bis ins Môliholz war zu gross, der 
Leitungsbau zu teuer und die vorhandenen Wasser- 
reserven zu gering. Die Gemeinde Schaan erhielt 
dann auch die befristete Bewilligung, das Móliholz mit 
Wasser zu versorgen. 
Jahrzehnte später, im Sommer 1944, werden im 
Möliholz Stimmen laut, “in Sachen Wasserversorgung 
von Schaan nach Vaduz zu wechseln”. In heissen 
Sommertagen herrschte Wassermangel im Möliholz. 
Die Hausleitungen standen leer. Mit Kübeln und Kesseln 
wanderten die Bewohner dem Mölibach zu, meldete 
ein Zeitungsbericht. 
  
  
Schlosswasser gegen Versorgungsengpässe 
Neue Anschlüsse innerhalb des Leitungsnetzes und in 
seiner unmittelbaren Nähe boten kaum Schwierigkei- 
ten. Probleme zeigten sich hingegen schon bald bei 
der Versorgung höher und weiter entfernt gelegener 
Neubauten. Schon 1912 bemühte sich die Gemeinde 
um eine Verbindung der Schlosswasserleitung mit der 
Gemeindewasserversorgung. Die Domänenverwaltung 
lehnte eine solche direkte Verbindung ab. Lediglich 
eine Einleitung von Überwasser war für sie denkbar. 
Erste Pläne zu einem solchen Anschluss unmittelbar 
beim Nordrondell des Schlosses im Hundsgarta wur- 
den als undurchführbar zurückgewiesen. Ein “moder- 
ner Einbau” sei wegen “Wahrung des fortifikatori- 
schen Charakters des Schlosses” nicht möglich. Auch 
ein zweites Projekt einer Verbindung “beim alten 
Jägerhaus” scheiterte. Die Domänenverwaltung war 
gegen eine von der Gemeinde gewünschte grössere, 
auch zur Kraftgewinnung geeignete Leitung. 1914 wur- 
de dem Bezug von Schlosswasser schliesslich doch zu- 
gestimmt. “Uberwasser der Schlosswasserleitung im 
strengsten Sinne des Wortes”, “bei gefiilltem Reservoir 
für Zwecke der Dománenverwaltung" wurde der Ge- 
meinde "freiwillig und gegen jederzeitigen Widerruf" 
überlassen. Die Schüttung der Schlossquellen betrug 
damals nach Angaben Ingenieur Wagners, der für die 
Gemeinde projektierte, 4,5 Sekundenliter und wurde 
kaum zur Hálfte benótigt. 
Die Versoreung der Villenkolonie 
Als 1918 oberhalb Maree, am Rand der Allmeind, eine 
erste Villa erbaut wurde, stellte dies die Gemeinde vor 
neue Probleme. Wegen der hohen Lage konnte die 
Wasserversorgung nicht vom bestehenden Reservoir 
aus erfolgen. Eigens für den Neubau sollten etwa 200 
Meter oberhalb der Letzistrasse entspringende Quellen 
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