Volltext: Vaduzer Wasser

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Der Altabach-Brand von 1907 
welches diesem oder jenem Bürger nicht den vollen 
Nutzen abwirft, mangels allgemeiner Beteiligung 
unmöglich gemacht”. 
“Mit Rücksicht auf das unmittelbar bevorstehende 
Ablaufen der Dienstperiode” wird es sodann dem kom- 
menden Gemeinderat überlassen, die Angelegenheit 
weiter zu verfolgen. “Eine nur stückweise erfolgende 
Verbesserung einzelner bestehender Wasserleitungen”, 
wie sie im Protest der 100 Personen angesprochen 
werde, könne keineswegs den Bedürfnissen entspre- 
chen und schädige die zukünftige Entwicklung der 
Gemeinde Vaduz in ganz erheblichem Mass. Schliess- 
lich habe sich die Gemeindeversammlung vom 14. 
Januar 1906 mit grosser Mehrheit für eine allgemeine 
Wasserversorgung ausgesprochen. Leider sei darauf- 
hin "von etlichen Gemeinderäten eine Agitation 
unter der Bevölkerung eingeleitet worden, in welcher 
die grössten Übertreibungen über die zukünftige 
  
Kostenbedeckung ausgestreut wurde”. Der Gemein- 
derat bedaure, “dass durch die verwerfliche Agitation 
eine so wichtige Angelegenheit geschädigt und durch 
dieselbe die öffentliche Meinung offenbar planmässig 
irregeführt wurde". 
Diese mehrseitige Erklärung wurde gemäss Mittei- 
lung des Ortsvorstehers “im Protokoll verewigt” und 
zudem im “Liechtensteiner Volksblatt” veröffentlicht. 
An eine Realisierung des Projekts Kürsteiner war vor- 
derhand nicht mehr zu denken. 
Landesverweser In der Maur bemühte sich noch 
bis Ende 1906 um nähere Informationen über die Wasser- 
rechte auf Quadretscha, insbesondere über die 1895 bis 
1898 ohne behördliche Bewilligung vorgenommene 
Reparatur der alten Brunnenstuben. 
Fine neue Offerte 
In der gleichen Zeit holte Carl Schädler bei der Firma 
Masera und Bückardt, Feldkirch/Brixen, eine Offerte 
für den Bau des Reservoirs und Verteilnetzes ein und 
beschaffte weitere Angebote für Röhren, Armaturen 
und Hydranten. Die Offerte der Firma Masera und 
Bückardt lag mit 86’840 Kronen nur wenig tiefer als 
die letzte der Firma Kürsteiner mit 88’010 Kronen. 
Der Altabach-Brand beschleunigt 
die Bemühungen 
Rechtsgutachten von Dr. Christian Wimmer 
Der Gemeindevorsteher bemühte sich weiterhin um 
das Projekt einer allgemeinen Wasserversorgung. Zu- 
nächst galt es, die verschiedenen Einsprachen zu regeln. 
Bei Dr. Christian Wimmer, Advokat in Feldkirch, 
wurde deshalb ein Rechtsgutachten eingeholt. Dieses 
lag im Frühjahr 1907 vor und wurde auch der Regie- 
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