Volltext: Vaduzer Wasser

  
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(BGE 42 II 440ff.). Wasser, das ihm von einem ande- 
ren Grundstück zufliesst, hat der Grundeigentümer 
jedoch, soweit es für ihn nicht unentbehrlich ist, dem 
unteren Nachbarn weiterzugeben. 
Die Quelle ist Bestandteil der Liegenschaft, der sie 
entspringt. Sie kann nicht für sich allein, sondern nur 
zusammen mit dem Boden als Eigentum erworben 
werden. Ein "Kaufvertrag" über eine Quelle ist nicht 
rechtswirksam und muss als Quellenrechtsvertrag 
angesehen werden. Die Quelle ist unlósbar mit der 
Liegenschaft verbunden: Sie kann nicht, wie zum Bei- 
spiel Bäume und Pflanzen, von Grund und Boden 
getrennt und zu Fahrniseigentum für einen Käufer 
gemacht werden. 
Streitigkeiten können entstehen, wenn an der 
Grundstücksgrenze nach Wasser gegraben wird und 
unklar ist, zu welchem der beiden Grundstücke das 
hervortretende Wasser gehört. Das schweizerische 
Bundesgericht erklärte, dass es ausschliesslich auf den 
Quellpunkt ankomme. Dies sei der Punkt (oder die 
Strecke), wo die Wasserader angeschnitten wurde. 
Wenn der Quellpunkt innerhalb der Grundstücks- 
grenzen liegt, gehört zu diesem Grundstück auch das 
Wasser (BGE 65 II 52). 
3. Notbrunnen 
Die Bestimmung über den Notbrunnen bezweckt, 
einem Haus oder einem landwirtschaftlichen Gut das 
ihm fehlende und zur Bewohnung oder zur Bewirt- 
schaftung unerlässliche Wasser zu sichern. Der Grund- 
eigentümer darf vom Nachbarn verlangen, dass dieser 
ihm das nötige Wasser aus seiner Quelle abtrete, wenn 
sich dieses nur mit unverhältnismässig viel Mühe und 
Kosten anderweitig beschaffen lässt. Er muss jedoch 
den Abtretenden voll entschädigen. Zudem muss der 
Nachbar in der Lage sein, dieses Wasser ohne eigene 
Not abzugeben. 
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