Volltext: Vaduzer Wasser

E: 
b 
"Y viia. 
x 
D AI RO 
NM 
   
  
A 
TEE 
MA Ta ET A 
  
ME MET 
  
TNS CW RES ED at À 0 
  
halten. Ein weiterer Entscheid des Gemeinderats be- 
traf im Dezember 1902 die Errichtung zweier Sammel- 
becken zur besseren Nutzung des Altabachwassers. Im 
April 1903 wurde beschlossen, eine Wasserleitung zwi- 
schen dem Dorf und der Spoerry-Fabrik zu legen. 
(Letztere bezog das Wasser aus einer Ableitung des 
Mölibachs.) Diese Leitung sollte speziell die Versor- 
gung von Vaduz mit Löschwasser gewährleisten. 
Es gab um die Jahrhundertwende auch Verbesse- 
rungen im Feueralarmsystem (heulende Feuersignale, 
Telefon). In Liechtenstein wurde 1898 ein Telefonnetz 
errichtet. Da der Telefonbetrieb nicht kostendeckend 
war, wurde das Telefon nur tagsüber bedient. Bei 
"Elementarereignissen" wie Brandkatastrophen konn- 
te das Telefon auch nachts benutzt werden. Allerdings 
funktionierte es dann oft nicht. — Der grosse Altabach- 
Brand vom 20. Oktober 1907, dem 19 Häuser und 21 
Stille zum Opfer fielen, gab einen weiteren Anstoss 
zur Verbesserung der Vaduzer Wasserversorgung und 
zu Reformen im Feuerlóschwesen. 
Die Modernisierung der Feuerwehr 
Gemáss einem Gutachten aus dem Jahr 1912 wurde 
die Ausstattung des Vaduzer Feuerlóschwesens wie folgt 
kommentiert: “Die Hydrantenstôcke der neuen Wasser- 
versorgungsanlage sind sehr gut verteilt und genüg- 
lich vorhanden. Im Interesse späterer Entwicklung soll- 
te allfällig vorhandenes Quellwasser gefasst und zu- 
sammen gezogen werden. Das Schlauchmaterial ist zu 
vermehren und zu ergänzen, 100 bis 150 m. Das Lei- 
tern- und Rettungsmaterial ist im Hinblick auf die 
grossen Gebäude unzureichend. Vaduz sollte ernsthaft 
an die Anschaffung einer mechanischen Leiter mit etwa 16 
m Steighöhe denken. (Hervorhebung K.B.) Bei einem 
allfälligen Brande in einem dieser grossen Gebäude 
wären die Bewohner der obersten Stockwerke bei der 
jetzigen Einrichtung rettungslos verloren. Zwei vor- 
122 
handene ältere Schlauchwagen sollten zu Hydranten- 
wagen umgeändert werden und richtig plaziert wer- 
den.” Aufgrund dieses Berichts des Feuerwehr- 
Experten Ulrich Schläpfer aus Gams forderte die Regie- 
rung im Juni 1912 die Gemeinde Vaduz zur Anschaf- 
fung von 200 Metern Feuerspritzen- beziehungsweise 
Hydrantenschläuchen auf. Ferner sollten alle Ortsan- 
gehörigen “durch häufige Übungen in die Lage ver- 
setzt werden, die (insgesamt 38) Hydranten im Ernst- 
falle rasch und sicher bedienen zu können.” 
Noch 1926 verfügte die Vaduzer Feuerwehr über 
keine mechanische Leiter. Deren Anschaffung wurde 
in einem Inspektionsbericht desselben Jahres dringend 
empfohlen. Gemäss diesem Bericht war die Freiwillige 
Feuerwehr im Besitz folgender Löschgeräte: “1 Saug- 
spritze, 2 Hydrantenwagen mit je 100 m Schlauch, 8 De- 
pots (Feuerlöschkasten) mit 240 m Schlauch (verteilt), 
1 ältere Schiebeleiter, 2 Anstelleitern und 1 Dachgang”. 
Insgesamt wurde die Ausrüstung als ungenügend und 
als “nicht schritthaltend mit der Entwicklung und Aus- 
dehnung des Dorfes” taxiert. Besonders bedauert wur- 
de, “dass, wie in Schaan, der alte Mannheimer-Hydrant 
noch Verwendung finden musste, der doch schon vor 
zwanzig Jahren von anderen Systemen überholt wurde.” 
Schliesslich wurde im Jahr 1930 damit begonnen, 
alte schadhafte Mannheimer-Hydranten durch die mo- 
derneren Klus-Hydranten zu ersetzen. Ein aus dem- 
selben Jahr stammender Bericht über die Feuerlösch- 
Einrichtungen nennt als weitere Geräte “eine Heu- 
sonde und eine komplette Elektrikerausrüstung ein- 
schliesslich eines Erdschlussapparates”. Als Beleuch- 
tungsmaterial für die Mannschaft waren drei Gas- und 
zwei Karbidlaternen vorhanden. 
Grössere Anschaffungen wurden sodann nach dem 
Zweiten Weltkrieg getätigt. So erhielt die Vaduzer Feuer- 
wehr 1947 eine fahrbare Leiter. Auf Landesebene 
wurde 1948 eine Motorspritze angeschafft, die vom 
Fürstlich-liechtensteinischen Sicherheitskorps gemein- 
sam mit Feuerwehrleuten aus Vaduz betreut wurde. 
BEA CTR 1) EBEN N WEL Thon AL AN LM A A nn a TRAE SIE TR A hee 
  
 
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.