Volltext: Posterweiterung und Rathaus-Neubau Ruggell

Büro, Empfang und Schalter. 
  
  
  
   
se in der Wohnstube abgewickelt, wenn nicht eine «Nebastoba» oder ein anderes klei- 
nes Zimmer im Hause zur Verfügung stand. Dies bedeutete, dass die Familienangehö- 
rigen der jeweiligen Amtsinhaber sehr oft auf ihr Wohnzimmer verzichten und sich in 
andere Räume zurückziehen mussten. Lediglich für das Archiv stand ein Raum in ei- 
nem gemeindeeigenen Gebäude (Schulhaus) zur Verfügung. 
1967 wurde das erste öffentliche Büro für den Gemeindekassier im Schulhaus einge- 
richtet. Zu diesem Zwecke wurde das bestehende Gemeindearchiv teilweise umfunk- 
tioniert. Die Ausmasse des Zimmers waren eher bescheiden. Auf einer Fläche von 
ca. 15 m? waren Gemeindekasse mit Schalter und Gemeindearchiv untergebracht. Mit 
dem Bezug eines öffentlichen Büros wurden auch erstmals offizielle Amtsstunden ein- 
geführt. Der Posten des Gemeindekassiers war aber nach wie vor nebenamtlich. 
1973 erfolgte der Umzug der Gemeindeverwaltung in das Postgebäude. Nachdem die 
Posthalterwohnung privat nicht mehr benötigt wurde, konnte die Gemeinde diese 
Wohnräume vom Land mieten. Nebst grosszügigeren Büros für die Gemeindekasse 
wurde nun auch ein Büro für den Gemeindevorsteher sowie ein Sitzungszimmer für 
den Gemeinderat eingerichtet. Gleichzeitig erfolgte auch die Neuorganisation der Ver- 
waltungstätigkeit mit Hilfe modernerer technischer Hilfsmittel. 
Eine bewegte Geschichte hat auch das Gemeindebaubüro durchlebt. Im Jahre 1977 
wurde in der ehemaligen Kühlanlage der alten Sennerei provisorisch ein Büro für den 
Werkmeister/Bauaufseher eingerichtet. Büro, Geräte und Werkzeuge sowie Fahrzeug, 
alles war im gleichen Raum untergebracht. 1981 wechselte der Bauführer in einen 
Raum im Kellergeschoss des umgebauten Schulhauses. 1987 bezog das Baubüro die 
Räumlichkeiten in der Fabrik an der Landstrasse. 
Seit Januar 1995 nun hat sich die gesamte Gemeindeverwaltung im neuen Rathaus 
eingerichtet. Nebst den heute notwendigen Büros für den Gemeindevorsteher, die Ge- 
meindekasse, die Bauverwaltung und das Sekretariat wurde auch ein grosszügiges Ge- 
meinderatszimmer realisiert. Ausserdem hat auch das Vermittleramt eine feste Bleibe 
bekommen. Weiters stehen Sitzungszimmer für die verschiedenen Besprechungen so- 
wie die notwendigen Nebenräume zur Verfügung. Auch das Archiv, das in den letz- 
ten 2 Jahrzehnten dreimal den Standort wechselte, hat jetzt einen definitiven Platz ge- 
funden. Somit befindet sich die gesamte Gemeindeverwaltung unter einem Dach. Dies 
bringt Vorteile in mehrfacher Hinsicht. Zum einen können die Arbeitsabläufe zwischen 
den einzelnen Stellen rationalisiert werden, die internen Wege sind kürzer geworden. 
Zum anderen bringt dieser Umstand dem Bürger auch einige Vereinfachungen im Ver- 
kehr mit den Behörden. Er findet nun alles im gleichen Haus und kann sich unnötige 
Wege ersparen. 
Die Gemeindeverwaltung selbst hat sich beim Ausbau der Infrastruktur (räumliche Ver- 
hältnisse) in den letzten Jahrzehnten in der Prioritätenliste immer an die letzte Stelle 
gesetzt. So wurden zuerst die Gebäulichkeiten für die Schule, für die Vereine und 
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