Volltext: Die Armee, die es nicht geben durfte

  
  
  
Doch zunächst noch zurück zur Situation des Rückzugskommandos: In 
aller Eile erfolgt der Aufbruch aus Eschenbach. Die amerikanischen 
Panzerspitzen sind nur noch 10 km entfernt. Deutlich hört man bereits 
die Detonationen der nahen Front. Zwar wäre vielleicht den Amerika- 
nern und Franzosen plausibel erklärbar gewesen, daß sie hier keine 
nationalsozialistischen Truppen vor sich hätten, aber dieser Diskussion 
wollen die Russen denn doch lieber ausweichen, zumal sie sogar ganz 
konkret befürchten müssen, von den Alliierten an die Rote Armee über- 
stellt zu werden. Daher muß die Truppe versuchen, vor der anrückenden 
7. US-Armee und bevor ihr die 1. Französische Armee den Weg zur 
Schweizer Grenze verlegen kann, das Ziel zu erreichen. 
Es folgen anstrengende Märsche nach Südwesten, in denen die Truppe 
schließlich den Versammlungsraum Memmingen erreicht. Dort wartet 
man bis zum 26. April vergebens auf das Eintreffen des russischen 
Schutzkorps von der Balkanfront, das infolge des Zusammenbruchs den 
Marsch nicht mehr durchführen kann. Die anmarschierende 3. Wlas- 
sow-Division unter General Schapowalow verweigert den befohlenen 
Anschluß an General Holmstons Truppe und folgt dem Befehl General 
Wlassows in Richtung tschechischer Grenze; womit sie unwissentlich 
ihr Schicksal besiegelt. Die Kader der Ersten Russischen Nationalarmee 
haben nun aber kostbare Zeit verloren und trachten daher danach, so 
schnell wie möglich-die Alpen zu erreichen. 
Beim Weitermarsch ereilt sie ein Fliegerangriff, es gibt Tote zu bekla- 
gen, mehrere Menschen werden verwundet. Aber am 28. April erreicht 
  
man Oberstaufen, in der Nähe erwartet der mit seinem Stab vorausge- 
fahrene General die Truppe und teilt in einem neuerlichen Kriegsrat sei- 
nen Offizieren mit, was sein eigentliches Ziel ist: Liechtenstein! 
46 
  
 
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.