Volltext: Die Armee, die es nicht geben durfte

  
  
  
  
  
In einem Brief vom 10. 5. 1945 schrieb Holmston an Fürst Franz Josef 
via Regierungschef Dr. Hoop, Reichsminister Heinrich Himmler mit SD 
und SS hätten Wlassow Unterstützung angeboten, er, Holmston, habe 
dagegen die volle Unterstützung des OKH und Generalstabs gehabt. In 
der Tat: 
General a. D. Franz Halder (*) schrieb am 15. 1. 1969 einen Brief an 
Holmston, in dem er es «ausserordentlich» bedauert, «daß Gesundheits- 
rücksichten Sie zwingen, Ihren Wohnsitz nach Südfrankreich zu verle- 
gen und damit Deutschland zu verlassen, dem Sie so lange Jahre so her- 
vorragende Dienste im In- und Ausland geleistet haben. Als einer der 
letzten Vertreter der ehemaligen deutschen Heerführung kann ich Ihnen 
für diese Dienste nur den wärmsten und aufrichtigsten Dank des deut- 
schen Heeres mit auf Ihre Reise geben. Damit verbinde ich meinen per- 
sónlichen Dank für Ihre treue Kameradschaft mir gegenüber...». 
(*)Generaloberst Franz Halder (30. 6. 1884 - 2. 4. 1972) war 1938 Chef des General- 
stabes des Heeres und 1942 als solcher abgesetzt worden. Er stand der Widerstandsbe- 
wegung nahe und war von 1944 bis 1945 in KZ-Haft. (Er gilt dennoch als umstritten, 
weil er zumindest ideologische Hilfe dazu leistete, Wehrmachtsübergriffe im besetzten 
Ruflland durchzuführen. Er hatte damals noch die Nazi-Ideologie mitgetragen, später 
allerdings innerlich dem System abgeschworen. Es fehlte ihm aber aufgrund seiner 
Erziehung der Mut zum aktiven Widerstand.) 
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