Volltext: Die Bedeutung des Dienstleistungssektors in der Region

8. 
3) DIE REGION IM EUROPÄISCHEN BINNENMARKT 
3.1 Allgemeine Aspekte 
Im tertiären Sektor sind es vor allem die Banken, die vom europäischen Integrations- 
prozess betroffen werden. Sowohl die liechtensteinischen wie auch die Schweizer Ban- 
ken bieten ihren regionalen und internationalen Kunden einen umfassenden und hoch- 
stehenden Service mit entsprechender Qualität und Effizienz, gepaart mit den erwähn: 
ten Standortvorteilen. Die Schweizer Grossbanken sind in der Region des St. Galler 
Rheintals recht gut vertreten; sie sind zudem über ihre Organisationen im Ausland auf 
internationaler Ebene schon längst präsent. Daraus ergibt sich auch für Liechtenstein 
die unbedingte Notwendigkeit, rechtzeitig für eine Präsenz in der EG zu sorgen. Die 
Bank in Liechtenstein und unser Institut, die Verwaltungs- und Privat-Bank haben 
inzwischen diesen Schritt vollzogen. 
Die Banken in unserem Wirtschaftsraum werden jedoch in den kommenden Jahren mit 
einer veränderten Wettbewerbssituation konfrontiert sein. Die angestrebte Schaffung 
des EG-Binnenmarktes wird mit Sicherheit auch zu einer Abgrenzung gegenüber Län- 
dern ausserhalb der Gemeinschaft und den Wettbewerbern in diesen Ländern führen. 
Andererseits bedeutet vor allem der europäische Binnenmarkt und die Oeffnung der 
Grenzen in den Ostblockstaaten für den Bankensektor eine neue Herausforderung: 
Freier Kapitalverkehr heisst Oeffnung der Märkte, Liberalisierung der Wertpapiertrans- 
aktionen, Möglichkeiten für jeden Bürger in einem anderen Land seine Konten zu eröff- 
nen etc. Speziell mit der Kapitalverkehrsliberalisierung bieten sich für die Banken un- 
seres Wirtschaftsraumes neue Chancen, ihre hochstehenden und effizienten Dienstlei- 
stungen einem noch breiteren Publikum anzubieten und Marktlücken auszunutzen. 
Ein regionaler Standortnachteil liegt für den tertiären Sektor darin, dass auf dem hei- 
mischen Arbeitsmarkt nur wenig erfahrene Bankfachleute zu finden sind. Die rigorose 
Handhabung der Niederlassungspraxis verhindert einen Zuzug von Fachleuten aus 
dem Ausland. Als weitere Schwierigkeit kommt hinzu, dass die anspruchsvolle interna- 
tionale Kundschaft nicht optimal aus der Ferne bedient werden kann, und die Akquisi- 
tion von neuen Kunden in den internationalen Märkten fällt ohne dortige Stützpunkte 
schwer. Die grössten Industriebetriebe der Region sind mit ihren Produktionsstandorten
	        

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