Volltext: Das Fürstentum Liechtenstein vor der Abstimmung über den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum

  
Schlüsselfragen des EWR 133 
  
Ingenieurschule anerkannt sind **. Bei den Abschlüssen der künftigen Fachhoch- 
schule bestehen erst recht keine Probleme. 
1.2. Nichtbeitritt zum EWR 
Bei einem Nichtbeitritt entfällt diese Anerkennung. Liechtenstein müsste alsdann 
versuchen, die Anerkennung in bilateralen Verhandlungen zu erwirken. Unter 
Gesichtspunkten der Europaverträglichkeit besteht das zentrale Problem darin, dass 
die LIS-Ausbildung nicht auf universitärem Niveau angesiedelt ist. Eine Lösung setzt 
zunächst die Aufwertung der LIS durch Umgestaltung zu einer Fachhochschule 
voraus. In diesem Zusammenhang darf nicht übersehen werden, dass der Bereich der 
Diplomanerkennung in den bilateralen Verhandlungen der Schweiz mit der EU einen 
Nebenpunkt zum (politisch heiklen) Personenverkehr darstellt. 
2. Teilnahme an Bildungs- und Forschungsprogrammen der EU 
Auf die Möglichkeiten der Partizipation an den Bildungs- und Forschungsprogrammen 
247 |m Falle eines 
der EU bei einem EWR-Beitritt wurde bereits hingewiesen 
Nichtbeitritts befánde sich Liechtenstein in der gleichen Situation wie die Schweiz. Die 
Schweiz nimmt zwar zur Zeit an den Bildungsprogrammen COMETT und ERASMUS 
teil 2* und leistet dazu finanzielle Beitráge nach Massgabe ihres Bruttoinland- 
produkts. Trotzdem ist sie den EU-Mitgliedstaaten nicht gleichgestellt ?*. Bei 
COMMETT besteht zwar die volle Teilnahmeberechtigung im Rahmen der genehmig- 
ten Projekte. Bei der Auswahl der Projekte ist die Schweiz jedoch nur auf der Ebene 
der Expertengruppe vertreten, welche die inhaltliche Vorbereitung der fórderungs- 
  
246 Anhang VII Ziff. 18 lit. o. 
27 Oben, 3. Kap. V. 
248  Wgl zu diesen Programmen oben, 3. Kap. V. 
^9 ^ Wgl Baudenbacher, Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen 
grenzüberschreitender Wirtschaftstátigkeit, 194 ff. 
 
	        

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