Volltext: Das Pressegesetz von 1930

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Der Fürst ernannte die Regierungsmitglieder. 
“am 12. April 1863. 
"Damals gab es noch keine eigene Druckerei in Liechtenstein. 
zur Zeit von Landtaossitzungen auch äfters. 
‘Johannes Franz Fetz: geboren in Ems 1809, Priesterweihe 1834, 
Hofkaplan in Vaduz seit 1849, starb ih Vaduz am 18. Juni 1884. 
37itat aus: U. BP. Uohluend: Zeitungsgeschichte als Zeitgeschichte. 
3Das "Liechtensteiner Volksblatt" erschien zuerst nur einmal pro 
Woche, ab 1919 wurden zwei, ab 1827 dann drei und ab 1962 schliess- 
lich vier Ausgaben pro Uoche herausgegeben. Das Volksolatt - 
seit 1898 auch Ürgan für amtliche Kundmachungen - ist seit 1985 
eine Tageszeitung. 
Loue B. Wohlwend meint dazu: "Kaplan Fetz war nicht nur ein gottes- 
fürchtiger Mann. Er schien ausserdem sehr obrigkeitsgl3ubig zu 
Sein," 
! Sarganserländische Buchdruckerei, Mels (bis 1928), von 1928 bis 
1931 gedruckt bei Fr. Kaiser, Vaduz, von 1931 bis 1935 schliess- 
lich gedruckt bei J. Kuhn's Erben, Buchs. 
l27uerst auch nur als Wochenzeitung, ab Februar 1919 dann wöchent- 
lich zueimal, ab dem 18. April 1927 wächentlich dreimal erschie- 
nen ("Liechtensteiner Volkswirt": Dienstag-Ausgabe der "Liechten- 
steiner Nachrichten" im Jahre 1927; die "Überrheinischen Nach- 
richten" uurden am 3. September 1924 in "Liechtensteiner Nach- 
richten" umbenannt! ... und uurden gleichzeitig Organ fir amt- 
liche Publikationen.) 
L pas indirekte Wahlrecht verhinderte eher die Parteienbilduno. 
First Johann II. führte im Jahre 1918 aus eibener Initiative 
das direkte Wahlrecht ein. 
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! Der Zollvertrag mit Oesterreich wurde im Jahre 1852 sbgeschlassen. 
artikel 2 der Verfassung vom 24. Oktober 1821: "Das Fürstentum 
ist eine Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer 
Grundlage; die Staatsgeualt ist im Fürsten und im Volke veran- 
kert und vird von beiden nach Massgabe der Bestimmungen dieser 
Verfassung ausgeübt." 
185jo1ksabstimmung am 2. Márz 19830: 803 Stimmen für die Einführung 
des Proporzuahlrechts, 1240 Stimmen dagegen. 
71a einem vom 28. 1. 1930 datierten Brief an die Regierung 
erklärten die vier Volkspartei-Abgeordneten, dass sie ein 
"weiteres Verbleiben im Landtage als verfassungsuidrig und 
und ungesetzlich ansehen müssten", da die Mandatsdauer des 
im Jahre 1928 für den Rest der Legislaturperiode (10. 1. 1926 
bis 10. 1. 1930) gewählten Landtages abgelaufen sei; die FBP- 
Mehrheit habe eigenmächtig ihre Mandate verlängert, vorläufig 
bis 1932. Am ll. Februar 1930 stimmt der Rest-Landtag der Ent- 
lassung der vier Volkspartei-Abgeordneten zu und beauftragt die 
Regierung, Ergünzungsuahlen auszuschreiben.
	        

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