Volltext: Peter Kaiser

  
Vorwort 
mögen doch in mancherlei Hinsicht zu zeigen, wes Geistes Kind er war. 
Peter Kaiser ist immer wieder Thema kleinerer historischer Arbeiten 
gewesen. Schon 18 Jahre nach seinem Tod erschien 1882 erstmals ein Lexi- 
kon-Artikel über ihn in der bedeutenden «Allgemeinen Deutschen Bio- 
graphie». Später geriet er auch bei der Erforschung grösserer Komplexe 
oder Zeitabschnitte des liechtensteinischen 19. Jahrhunderts ins Blickfeld. 
Die erste eigentliche Biographie — neben den wenigen Nachrufen in Zei- 
tungen und Zeitschriften 1864/1865 — schrieb 1905 der Churer Domherr 
Franz Josef Kind aus Bendern, der schon den Kaiser-Artikel für die «Allge- 
meine Deutsche Biographie» verfasst hatte. Ihm verdanken wir Auszüge 
aus persönlichen Briefen Kaisers, die heute verschollen sind. Diese 
Lebensbeschreibung wurde in einer Zeit veröffentlicht, von welcher der 
zweite Biograph Kaisers, Rupert Ritter, berichtet, dass es dazumal in der 
Schule noch verboten gewesen sei, von der Person Peter Kaisers und sei- 
nem Werk zu sprechen. Rund zehn Jahre nach Kind (1918) erschien in der 
Schweiz ein kurzer Lebensabriss Kaisers aus der Hand von Gustav Matt, 
der zu Lebzeiten eine hóchst interessante und einzigartige Sammlung von 
Liechtensteinensia zusammengetragen hat, die heute in der Liechtenstei- 
nischen Landesbibliothek zugänglich ist. 
Im gleichen Jahr wie Ritter (1944) veröffentlichte der Disentiser Historiker 
Iso Müller eine geistesgeschichtliche Studie über Peter Kaiser, die neue 
Zugänge erschloss und die Erkenntnisse über das rein Biographische hin- 
aus erweiterte. Müller teilte 1964 zudem verschiedene Briefe Kaisers und 
andere Quellen aus Disentis mit. Zur gleichen Zeit erschloss auch Robert 
Allgäuer reiche Materialien und neue Kenntnisse über den jungen Kaiser, 
den Studenten und Lehrer. Später gelangte im Rahmen der zwei Disserta- 
tionen von Rupert Quaderer (1969) und Peter Geiger (1970) über die
	        

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