Volltext: Fürst und Volk

Konstitutionelle Monarchie 
(1862-1921) 
Kurz nach dem Regierungsantritt 
von Fürst Johann Il. begann ein 
Verfassungskomitee, dem auch 
zwei Liechtensteiner angehórten, 
mit der Ausarbeitung der konsti- 
tutionellen Verfassung. 
Am 26. September 1862 erliess 
Fürst Johann Il. die neue konsti- 
tutionelle Verfassung des Fürsten- 
tums, die für die damalige Zeit 
recht fortschrittlich war. 
Sie enthielt bereits einen umfang- 
reichen Grundrechtskatalog. 
Damit war in Liechtenstein der 
Übergang vom Absolutismus zum 
Konstitutionalismus aufgrund freier 
Vereinbarung zwischen Fürst und 
Volk vollzogen. 
144 : Der Fürst blieb zwar Inhaber der 
p Wut A Rz Staatsgewalt, war aber durch 
A CAT uu e 2, TI pA app o I A, festgelegte Mitwirkungsrechte der 
Volksvertretung, der Regierung 
und der Richter und durch die Ver- 
fassungsgarantien in seinen Voll- 
machten beschränkt. 
Die Volksvertretung bestand aus 
zwölf Mitgliedern, die vom Volk 
indirekt über Wahlmánner gewáhlt 
wurden, und drei Abgeordneten, 
die der Fürst bestimmte. Dieser 
Landtag war an der Gesetzgebung, 
der Aussenpolitik und an der 
Gestaltung der Staatsfinanzen 
entscheidend beteiligt. 
5 Die Regierung bestand aus dem 
e ry V 1 Landesverweser, zwei liechten- 
Ja d muy err Poo steinischen Landráten und dem 
X , 7 Regierungssekretár 
nsc dns conan foe Die Regierungsmitglieder wurden 
vom Fürsten ernannt. 
 
	        

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