Volltext: Fürst und Volk

  
Grundbegriffe der Staatskunde Staats- und Regierungsformen 
Nationalstaat und Nationalitätenstaat 
Nationalstaat 
In der Neuzeit versteht man unter einem 
Nationalstaat eine Art Schicksalsge- 
meinschaft von Menschen, die aufgrund 
gemeinsamer Wertvorstellungen 
(Geschichte, Kultur, Sprache) auch poli- 
tisch zusammengefunden haben. 
Minderheiten, d.h. Gruppierungen, die 
nicht zur genannten «Schicksalsgemein- 
schaft» gehören, kennt man kaum oder 
werden zu einer «quantite negligeable» 
(= eine wegen ihrer Kleinheit ausser 
acht zu lassende Grösse). 
Was diese Menschen besonders 
verbindet, ist der Gedanke, ein Volk in 
einem Staat zu sein. 
Ein Nationalstaat entspricht dem heuti- 
gen Integrationsdenken nicht mehr. Kein 
Staat kann daher seine Existenzberech- 
tigung allein von seiner Geschichte oder 
seiner nationalen Einheit ableiten. 
Politik ist international geworden: Wirt- 
schaftliche, soziale, technische und 
militárische Probleme kann ein einzelner 
Staat nicht mehr allein lósen; es braucht 
die Öffnung nach aussen. Schritte in 
dieser Richtung sind z. T. gemacht, 
andere werden folgen. Der nationalstaat- 
liche Gedanke dürfte — wenigstens in 
Westeuropa — bald der Vergangenheit 
angehóren; darauf deuten zumindest die 
verschiedenen Versuche in jüngster Zeit 
hin, wichtige Aufgaben immer mehr an 
überstaatliche Organisationen abzu- 
treten. 
(Beispiel: Portugal) 
NATIONALSTAAT 
     
         
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
    
    
PIE 
GLEICHE 
SPRACHE: 
HoPP 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
 
	        

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