Volltext: Fürst und Volk

  
Am 26. Januar 1942 beschlossen 26 
Staaten, die mit dem Deutschen Reich 
im Krieg standen, in einer gemeinsamen 
Erklärung die Errichtung der Vereinten 
Nationen. Während die Siegermächte 
des Zweiten Weltkrieges noch über den 
Frieden mit dem besiegten Deutschen 
Reich berieten, unterzeichneten 51 
Nationen am 26. Juni 1945 den Vertrag 
zur Gründung der Vereinten Nationen 
(= United Nations Organization, UNO). 
Die UNO trat die Nachfolge des Völker- 
bundes an und übernahm den Inter- 
nationalen Gerichtshof in Den Haag, die 
Treuhandschaft über frühere deutsche 
Kolonien und einige Sonderorganisa- 
tionen. 
Unterschiede zum Völkerbund ergaben 
sich aus der Zusammensetzung der 
Organisationen: War der Völkerbund 
vorwiegend von europäischen Staaten 
dominiert, so verlagerte sich das 
Gewicht der UNO durch die Führungs- 
rolle der USA. Die USA waren ja seit 
1945 als einzige Atommacht der Garant 
des Friedens schlechthin. Weiters 
gelang es der UNO, zu einer weltweiten 
Organisation zu werden, da sie die 
Entstehung von souveränen Staaten aus 
den ehemaligen Kolonien intensiv 
förderte. Im Gegensatz zum Völkerbund 
kann die UNO im Extremfall Luft-, See- 
oder Landstreitkräfte «zur Wahrung oder 
Wiederherstellung des Weltfriedens und 
der internationalen Sicherheit» ein- 
setzen. 
Ziele und Grundsätze der UNO 
Die UNO sollte das Forum sein, um 
durch Verhandlungen und friedliche 
Mittel internationale Konflikte zu verhin- 
dern und dadurch den Weltfrieden zu 
bewahren. In der Einleitung zur Charta 
der Vereinten Nationen heisst es: 
  
«Wir, die Völker der Vereinten Natio- 
nen, sind entschlossen, die kommenden 
Generationen vor der Geissel des 
Krieges zu bewahren, die zweimal zu 
unseren Lebzeiten unsägliches Leid über 
die Menschheit gebracht hat, und ... 
Bedingungen zu schaffen, unter denen 
Gerechtigkeit und Achtung der 
Verpflichtungen, die auf Vertrágen oder 
anderen Quellen des Vólkerrechts 
beruhen, gewährleistet werden kann und 
sozialen Fortschritt und bessere 
Lebensbedingungen bei grösserer 
Freiheit zu fördern . . .» 
  
  
  
Entsprechend den Motiven, die zur 
Gründung der UNO führten, ist im 
Artikel 1 der UNO-Charta ihr wichtigstes 
Ziel vorgegeben: «den Weltfrieden und 
die internationale Sicherheit zu erhal- 
ten». Um dieses Ziel verwirklichen zu 
können, versuchte die UNO seit ihrer 
Gründung, die Kriegsgefahr durch eine 
weltweite Abrüstung zu verringern. 
Im Interesse der internationalen Sicher- 
heit verstärkte und förderte die UNO 
die freundschaftlichen Beziehungen der 
Völker untereinander. In allen Tätigkei- 
ten der UNO galt es, den Grundsatz der 
  
Das UNO-Symbol 
besteht aus einer Welt- 
karte, wobei in Polar- . 
ansicht die Breiten- 
grade als konzentri- 
sche Kreise dargestellt 
sind. Die UNO betont 
damit den Willen, eine 
weltweite Organisation 
zu sein. Umrahmt wird 
diese Weltkarte von 
zwei Olivenzweigen, 
welche die Fórderung 
des Friedens als 
Hauptzweck der Ver- 
einten Nationen 
symbolisieren (Farbe: 
hellblau). 
 
	        

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