Volltext: Fürst und Volk

Die Ermittlung der 
Wahlergebnisse 
Für die Zuteilung der 25 Landtagsman- 
date werden die Parteistimmen aller teil- 
nehmenden Parteien beider Wahlkreise 
(Oberland und Unterland) zusammenge- 
zählt. Die Parteien, die acht Prozent von 
der Gesamtzahl aller abgegebenen gül- 
tigen Stimmen nicht erreichen konnten, 
können an der Verteilung der Mandate 
nicht teilnehmen. Die Stimmen dieser 
Parteien müssen dann für die Errech- 
nung der Wahlzahlen vom Wahlergebnis 
beider Wahlkreise abgezogen werden. 
Wenn die Wahlzahl für beide Wahlkreise 
feststeht, können die Grundmandate 
vergeben werden. In beiden Wahlkreisen 
wird die Stimmenanzahl jeder Partei 
durch die entsprechende Wahlzahl divi- 
diert; damit erhält man die Anzahl der 
Grundmandate für die einzelnen Par- 
teien. Für ein Grundmandat benótigt 
eine Partei im Wahlkreis Oberland 6,25 
Prozent der Stimmen, im Wahlkreis 
Unterland dagegen 9,09 Prozent. 
Falls noch nicht alle Mandate in einem 
oder beiden Wahlkreisen vergeben sind, 
So werden noch erreichbare Mandate 
auf die Reststimmen der Parteien ver- 
teilt, welche die acht Prozent geschafft 
haben. 
Die Reststimmen des betreffenden 
Wahlkreises werden nach ihrer Grósse 
geordnet nebeneinandergeschrieben. 
Unter jede Reststimmenzahl wird die 
Hálfte dieser Zahl geschrieben, darunter 
———— ——————ÉHÓÓÓÓ 
  
ihr Drittel, ihr Viertel usw. (vgl. Verhalt- 
niswahlsystem von Viktor d'Hondlt). 
Wenn bloss ein Mandat zu vergeben ist, 
gilt als Wahlzahl die grósste, bei zwei 
móglichen Restmandaten die zweit- 
grósste der so angeschriebenen Zahlen. 
Für beide Wahlkreise wird die Wahlzahl 
(Wahlquotient) getrennt errechnet: 
  
Oberland 
  
Gesamtzahl der = (Zn der 
mu 
EEE Abgeordneten +1) 
= Wahlzahl 
  
  
Unterland 
  
Gesamtzahl der [n dor 
"get - m 
ST = | Abgeordneten +1) 
= Wahlzahl 
  
  
  
  
  
A 
Sf 
Nach der Schliessung 
der Wahllokale und 
den ersten Meldungen 
über die Wahlergeb- 
nisse aus den Gemein- 
den beginnt das hekti- 
sche Treiben in den 
Wahlstudios. Verglei- 
che mit früheren Wahl- 
ergebnissen bringen 
erste Trendmeldungen 
über einen möglichen 
Wahlausgang. Doch 
erst das Gesamtergeb- 
nis der Wahl macht es 
möglich, die Wahlzah- 
len für die Wahlkreise 
festzulegen und die 
Mandate zu verteilen. 
 
	        

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