Volltext: Fürst und Volk

        
Mit der Bekanntgabe 
der Wahlvorschläge 
wird der Wahlkampf 
von den Parteien auch 
auf die vorgeschlage- 
nen Kandidaten über- 
tragen. Ebenso steht 
nun fest, wie viele Par- 
teien oder Wähler- 
gruppen sich an den 
Wahlen beteiligen 
werden. 
  
Unser Staat - das Fürstentum Liechtenstein 
Wahlsysteme und Parteien 
  
Das liechtensteinische Wahlsystem 
Der Wahlvorschlag 
Die Wahl in einer demokratischen Ge- 
sellschaft ist durch mehrere Bestim- 
mungen gekennzeichnet. Für die Durch- 
führung der Landtagswahlen ist in 
Liechtenstein die Regierung zuständig. 
Gleichzeitig mit der Terminfestlegung 
der Wahlen lässt die Regierung óffent- 
lich kundmachen, dass Wahlvorschläge 
für die beiden Wahlkreise eingereicht 
werden können. Jeder Wahlvorschlag 
muss von mindestens 30 Stimmberech- 
tigten des Wahlkreises eigenhändig 
unterzeichnet werden, und die Echtheit 
der Unterschrift ist durch eine Urkunds- 
person zu beglaubigen. Jeder Stimm- 
berechtigte kann nur einen Wahlvor- 
schlag unterzeichnen. Die Kandidaten 
auf den Wahlvorschlägen bestätigen 
durch ihre Unterschrift, dass sie mit der 
Kandidatur einverstanden sind. Auf dem 
Wahlvorschlag muss als Überschrift die 
  
Auflage der Wahlvorschläge 
  
lich einzureichen. 
Regierungschef 
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Die Wahlvorschläge für die Landtagswahl 1989 liegen bei der Regierung 
am Donnerstag, 16. Februar 1989 und Freitag, 17. Februar 1989 zur Einsicht 
für die Stimmberechtigten des Wahlkreises auf. Einsprachen gegen die 
Stimmberechtigung der Unterzeichner sind samt den erforderlichen 
Belegen bis spätestens Dienstag, 21. Februar 1989 bei der Regierung schrift- 
Vaduz, 16. Februar 1989 
gez. Hans Brunhart 
Regierung des Fürstentums Liechtenstein 
Bezeichnung der Wáhlergruppe oder 
Partei stehen. Wenn die Regierung 
die Wahlvorschláge geprüft hat, dürfen 
die so entstandenen Wahllisten nicht 
mehr verändert werden. 
Für einen demokratischen Wahlvorgang 
muss eine Konkurrenz von Personen 
oder Parteien vorhanden sein. Die Kan- 
didaten gehören meistens Parteien mit 
unterschiedlichen Leitideen an. 
Natürlich gilt für alle Parteien das Gleich- 
heitsprinzip. Alle Parteien müssen die- 
selben Chancen bei der Wahl und deren 
Durchführung vorfinden. 
Wahlen in einer Demokratie sind immer 
eine Entscheidung auf Zeit. Die Abge- 
ordneten des Landtages werden für vier 
Jahre gewählt. Eine Wiederwahl der 
Kandidaten für weitere Legislaturperio- 
den Ist möglich, sie hängt aber vom 
Willen der Wähler ab. 
Der Wahlvorgang 
Schon frühzeitig vor dem Wahltermin 
werden die Wahllisten (Kandidaten und 
Adressen) von der Regierung In den 
amtlichen Kundmachungsorganen ver- 
ôffentlicht, so dass sich alle Stimm- 
berechtigten Über die Kandidaten der 
beiden Wahlkreise (-bezirke) Gedanken 
machen kônnen. Ebenso werden alle 
Stimmberechtigten über den Wahl- 
termin und die in der Gemeinde 
eingerichteten Wahllokale informiert. 
 
	        

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