Volltext: Fürst und Volk

DEM VATER DES 
VOLKES 
DEM FREUNDE DES 
FRIEDENS 
DEM HELFER DER 
ARMEN 
DEM HIRTEN DER 
KUNST 
FÜRST JOHANN DEM 
GUTEN 
1840 — 1858 — 1929 
Denkmal vor der Pfarr- 
kirche in Schaan 
vollkommene Loslösung von Österreich 
forderten. Die fürstliche Hofkanzlei sollte 
ausgeschaltet, die Gerichtsinstanzen ins 
Land verlegt werden, vor allem aber 
sollte die ganze Regierung aus Liechten- 
steinern bestehen. Fürst Johann ll., 
78jáhrig und seit 60 Jahren an der 
Regierung, reagierte zurückhaltend. 
Der Landtag wollte eine Verfassungs- 
revision und wáhlte eine provisorische 
Regierung. Prinz Karl von Liechtenstein 
wurde zum Landesverweser ernannt. 
Da um den Nachfolger des Prinzen als 
Landesverweser (Dr. Peer) ein heftiger 
Parteienstreit entbrannte, kam Fürst 
Johann selber nach Vaduz und brachte 
in getrennten Gespráchen mit den 
Parteien auf Schloss Vaduz eine grund- 
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
sátzliche Einigung zustande. Dabei wurde 
die über den Parteien stehende Funktion 
des Fürsten sichtbar. 
Am 5. Oktober 1921 wurde schliess- 
lich eine neue Verfassung in Kraft 
gesetzt und veróffentlicht. Sie gilt, mit 
geringen Abánderungen, bis heute. 
Fürst Johann ll. starb nach 71jáhriger 
Regierungszeit 1929. Er hatte zwei 
moderne Verfassungen mitgestaltet und 
erlassen, vor allem aber dem liechten- 
steinischen Volk eine Fülle von Wohl- 
taten erwiesen, so dass er damals wie 
heute im liechtensteinischen Bewusst- 
sein als Johann der Gute weiterlebt.
	        

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