Volltext: Fürst und Volk

  
2. Das demokratische Prinzip 
ICH DENKE, 
A4L50 BIN (CH * 
  
  
B 
/ DEMOKRATIE 
In einem demokratischen Staat besteht 
fur das Volk die Möglichkeit, die Politik 
aktiv mitzugestalten. Demokratie fordert 
jeden einzelnen dazu auf, mitzudenken 
und mitzuarbeiten; sie setzt die Bereit- 
schaft jedes Staatsbürgers voraus, sich 
für den Staat zu interessieren und ver- 
antwortungsbewusst seine Lebensord- 
nung mitzubestimmen. Daraus ergibt 
sich auch eine Mitverantwortung des 
einzelnen Bürgers für alle, d. h. für den 
Staat, der viele Einzelpersonen und 
Gruppen umfasst. 
Jedem Bürger ist in der Verfassung die 
persónliche Freiheit zugesichert, und er 
hat Anspruch auf seine Bürgerrechte, 
wie z. B. das Recht der freien Wahl. 
Wenn man von einem demokratischen 
Staat spricht, so versteht man darunter, 
dass jeder Mensch vor dem Gesetz 
gleich ist, Mann und Frau gleichberech- 
tigt sind und die Gerichte unabhángig 
Recht sprechen kónnen. Die Gleichbe- 
rechtigung von Mann und Frau ist in 
Liechtenstein allerdings in einigen Berei- 
chen noch nicht erreicht. 
Verfassungsgemass kann das Volk seine 
Rechte direkt durch Wahlen und 
Abstimmungen oder auch indirekt 
durch seine von ihm gewählten Vertreter 
im Landtag wahrnehmen. 
Auf die Gesetzgebung hat der Bürger 
(das Volk) Einfluss durch seine Vertreter 
im Landtag, der das Recht der Gesetz- 
gebung im Zusammenwirken mit dem 
Landesfürst und dem Volk ausübt. 
Die Rechte des Bürgers beschränken 
sich aber nicht auf die Wahl der Land- 
tagsabgeordneten. 
Direkte demokratische Rechte können 
wahlberechtigte Bürger (wenigstens 
1000) oder Beschlüsse von Gemeinde- 
versammlungen (mindestens drei 
Gemeinden) erwirken, wenn sie dies 
begründen und schriftlich verlangen: 
so z. B. das Recht der Gesetzesinitiative, 
das Recht auf Einberufung des Land- 
tages oder das Recht auf ein Refe- 
rendum. 
 
	        

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