Volltext: Sprachwandel in Triesenberg (FL)

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2. 
gemäss der Basismundart produziert? 
. Welche extralinguistischen, d.h. sozialen Faktoren beeinflussen den 
Sprachwandel in welchem Mass? 
Die Frage nach sprachlichen Zusammenhängen bei einzelnen Mundartmerkmalen, also 
ob es linguistische Gemeinsamkeiten bei den Merkmalen, die variablen Gebrauch zeigen, 
gibt und ob auch bei den Merkmalen, die konstant sind, solche zu finden sind, wird nur 
am Rande berührt werden. Die Auswahl der untersuchten Merkmale ist diesbezüglich 
nicht strukturiert worden. 
2. Hypothesen 
Wie William LABOV anhand einer Studie über das Sprachverhalten in New York gezeigt 
hat, korreliert die Variation bestimmter lingustischer Einheiten mit sozialen 
Parametern.‘ 
Bezüglich dieser Parameter müssen vor Beginn der empirischen Korpusgewinnung 
Hypothesen aufgestellt werden, da die Zusammensetzung des Samples davon abhängt. 
Es müssen die Faktoren ausgewählt werden, von denen angenommen wird, dass sie im 
Untersuchungsgebiet Einfluss auf den Sprachwandel haben. 
Dass nicht jeder gruppenbildende Sozialfaktor überall, d.h. in allen Sprachgebieten 
gleichermassen einflussreich ist, stellte bereits WOLFENSBERGER fest.“ In seinem 
Untersuchungsgebiet in der deutschen Schweiz sind die Faktoren Beruf und soziale 
Stellung, im Gegensatz zu vielen Gebieten Deutschlands, völlig irrelevant für die 
Sprachverwendung. Klaus MATTHEIER schliesst daraus, dass es offensichtlich in den 
verschiedenen deutschsprachigen Regionen grosse Unterschiede zwischen den relevanten 
gesellschaftlichen Faktoren gibt. 
Die Auswahl der gruppenbildenden Sozialfaktoren muss deshalb bedacht werden. In der 
vgl. Labov 1966. 
° Wolfensberger 1967. 
3 vgl. Mattheier 1980, S. 71.
	        

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