Volltext: Sprachwandel in Triesenberg (FL)

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M 15: 
Diminutivsuffixe [-i] und [-Iti] -——> [-li] (siehe S. 27) 
Beispiele: [Stubi] -->  [Stübli] 
Llöpfalti] —— [öpfali] 
Die Diminutive werden an zwölf Belegen im Fragebogen gesondert untersucht. Das 
Korpus zeigt, dass die gemeinalemannische, im Tal gültige Endung auf [-li]l im 
Vormarsch ist. Die Endungen [-i] und [-Iti] befinden sich im Rückzug. Insgesamt 49% 
Neuerungen. 
1.2.1. Neuerungsanteile 
Die acht variablen Merkmale erreichten unterschiedliche Anteile an neuen Lautungen. 
Wie bereits erwähnt, können keine Aussagen zu den einzelnen Stadien, in denen sich die 
Wandelvorgänge befinden, gemacht werden, da das Korpus dafür zu klein ist. 
Umfassende Studien müssten die Tendenzen, welche aus dem Korpus ersichtlich werden, 
überprüfen. Die vorliegenden Ergebnisse sollen deshalb nur sehr vorsichtig kommentiert 
wiedergegeben werden. 
Neuerungsanteile bei den einzelnen Merkmalen nach steigenden Prozentwerten: 
M 11 (sch-Laut) = 13% 
M 4 (mhd. <ae>) = 19% 
M 5 (aobdt. <iu>). = 26 % 
M 12 (Lenis) = 28.% 
M 15 (Diminutive) = 49 % 
M 10 (germ. <k>) = 54% 
M 14 (Präd. Adj.). = 85% 
M 7 (Umlaut) = 89 % 
Die Untersuchung konnte nur einen Ausschnitt aus der Triesenberger Mundart erfassen, 
und zwar einige phonologische und morphologische Besonderheiten. 
Nach SCHIRMUNSKI sollten auffällige, regional kleinräumig vertretene Phänomene, die
	        

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