Volltext: Wirtschaftliche, kulturelle und politische Beziehungen zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz

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befreit. Gewerbebewilligungen und àhnliche Er- 
máchtigungen zur Berufsausübung, insbesondere 
Bewiligungen zur Ausübung medizinischer und 
paramedizinischer Berufe, bleiben vorbehalten, 
das heißt, es gelten hier die bereits gesondert 
getroffenen Vereinbarungen früherer Jahre in be- 
zug auf die Aerzte und deren Berufsausübung im 
gegenseitigen Grenzgebiet. 
Die bereits seit 1941 bestehende Formulierung, 
wornach Liechtensteiner und Schweizer im an- 
dern Staat auf Gesuch hin Aufenthaltsbewilli- 
gung, auch zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit, 
erhalten, ist in der neuen Vereinbarung beibe- 
halten. Selbstverständlich steht dieser Anspruch 
nur unbescholtenen Personen zu. Wer schlecht 
beleumundet, vorbestraft oder wiederholt frem- 
denpolizeiliche Vorschriften oder behördliche 
Verfügungen mißachtete, besitzt keinen An- 
spruch auf Aufenthaltsgewährung. Nach wie vor 
können einem Liechtensteiner in der Schweiz 
wie einem Schweizer in Liechtenstein der Auf- 
enthalt und die Arbeitsannahme aus Gründen 
der Ueberfremdung oder des Arbeitsmarktes 
nieht verweigert werden, ja selbst die Ööffent- 
liche Arbeitsvermittlung hat sich gegenseitig bei- 
der Staatsangehórigen ohne Unterschied gleich 
anzunehmen. Damit aber sind Liechtenstein und 
die Sehweiz betont, was die Zulassung zu Auf- 
enthalt und Arbeitsannahme anbetrifft, ein Wirt- 
schaftsgebiet geworden. Die Angehörigen beider 
Staaten besitzen einen vertraglichen Rechtsan- 
Spruch auf die gegenseitige Gleichstellung. Ich 
hoffe, diese neue Vereinbarung mit der vollstán- 
digen Gleichstellung der beidseitigen Staatsan- 
gehórigen wirke sich in den zwischenstaatlichen 
Beziehungen nur zum Guten aus. Von liechten- 
Steinischer Seite aus dürfen Sie versichert sein, 
daß unser Arbeitsamt und unsere Fremden- 
polizei sich bemühen werden, das neue Abkom- 
men nicht nur korrekt, sondern mit besonderem 
Entgegenkommen gegenüber den sich hier nieder- 
lassenden schweizerischen Staatsangehórigen an- 
zuwenden. Wir ersuchen auch Sie, sehr geehrte 
Herren Vertreter der kantonalen Arbeitsàmter, 
den Liechtensteiner in der Schweiz wie einen der 
Ihrigen aufzunehmen und sich seiner anzuneh- 
men, mag kommen was noch wolle. Dann wird 
 
	        

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