Volltext: 25 Jahre Liechtensteinisches Rotes Kreuz

  
  
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erteilt den nationalen Gesellschaften, insbesondere den neugegrün- 
deten, Rat und Hilfe in allen Fragen der Organisation mittels seiner 
hervorragenden Fachleute und koordiniert die Hilfeleistungen der 
Gesellschaften bei großen Naturkatastrophen und dergleichen. Die 
Leitung der Liga liegt in den Händen des Rates der Gouverneure, in 
dem jede Gesellschaft durch einen Vertreter Sitz und Stimme hat. Der 
Rat tritt alle 2 Jahre zusammen. Als sein Ausschuß fungiert ein Exe- 
kutivkomitee. 
Unmittelbar nach der Gründung des LRK und der Anerkennung durch 
das Komitee handelte es sich zunächst darum, mit den Organen in 
Genf Kontakt aufzunehmen. Zu diesem Zweck begaben sich die 
Präsidentin Fürstin Gina, Sekretär Dr. Fritz Ritter und der Auslands- 
delegierte im Mai 1945 nach Genf, wo sie vom Präsidenten des Inter- 
nationalen Komitees, Max Huber, und seinen Mitarbeitern sowie von 
den Herren der Liga auf das herzlichste empfangen wurden. Im 
Herbst 1945 tagte in Genf, vom Sekretariat der Liga einberufen, eine 
Versammlung von Delegierten einer Anzahl von nationalen Gesell- 
schaften zwecks Wiederaufnahme der durch den zweiten Weltkrieg 
unterbrochenen Verbindung der Liga-Mitglieder untereinander sowie 
Vorbereitung der nächstjährigen Tagung der Gouverneure. Das LRK 
nahm hier zum ersten Mal seinen Platz als Teilnehmer einer inter- 
nationalen Rotkreuz-Veranstaltung ein. Nicht unerwähnt soll hier die 
Hilfe bleiben, welche das LRK in der ersten Nachkriegszeit beim 
Wiederaufbau des Österreichischen Roten Kreuzes geleistet hat. Wir 
konnten die erste Verbindung desselben mit Genf herstellen und ins- 
besondere bei der Errichtung der Landesverbände von Tirol und Vor- 
arlberg helfend eingreifen. 
Die Tagung der Gouverneure fand im Sommer 1946 in Oxford statt. 
Wenn sich hiebei schon der Gegensatz zwischen Ost und West in der 
Haltung der sowjetischen Delegation bemerkbar machte, konnte doch 
  
 
	        

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