Thema, auf dem ich auf Grund der Praxis nicht ganz unbewandert bin.“276 Er billigte die 
Erhöhung des Mindestsatzes, warnte aber vor einer massiven Erhöhung des Budgets: 
„Was ich aber an diesem Tische sagen möchte, meine Herren, ist, wenn diese Steuer eingehoben wird, es 
massive Mehreinnahmen für das Land gibt, spürbare Mehreinnahmen, die dann ebenfalls unter den 
Finanzausgleich [...] fallen. Mir fürchtet lediglich vor den Finanzen in den nächsten zehn Jahren, wenn mit 
dem Finanzausgleich zusätzliche Millionen in die Gemeinden fliessen und zusätzlich dann auf Grund dieser 
vermehrten Mittel die Landesmittel noch einmal um dieselbe Summe ungefähr auf Grund der Subventionen 
belastet werden.‘277 
Man war sich einig. Man veranlasste die Steuererhöhung hier erst nächstes Jahr 
einzufordern. Obwohl die Vorlage der Regierung keine Anpassungen für juristische 
Personen vorsah, entschied der Landtag anders. Es verbleibe nur noch eine steuerliche 
Lösung für die tätigen Gesellschaften zu finden, die sowohl gerecht sei gegenüber 
natürlichen Personen als auch dem wirtschaftlichen Wettbewerb Rechnung trage, meinte 
der Regierungschef. Roman Gassner äusserte sich generell positiv über die Erhöhung der 
Gesellschaftsteuer: 
„Die Aengste, die Herr Dr. Peter Marxer hat, es könnte dann zuviel Geld hereinkommen und die Gemeinden 
wären dann zu flüssig, teile ich eigentlich nicht so sehr. Das heisst. Ich bin sehr erfreut über seine 
Prognosen. Und wenn es dann so wäre, dass das Land dadurch bankrott würde, dass die Gemeinden doch 
zuviele Subventionen beanspruchen würden, wäre ja der Zeitpunkt da, wo man eventuell im 
Subventionsreglement etwas zurückschrauben könnte.“278 
Die Abstimmung verlief eindeutig mit 14 Ja-Stimmen. Danach formulierte man die spätere 
Steuererhebung für die Gesellschaften. Die dritte Lesung folgte und das Steuergesetz war 
beschlossen. Als nächstes Traktandum folgte der umstrittene Finanzausgleich. 
7.4.4 Das letzte Treffen zum Finanzausgleich 
Die Zeit war gekommen den Finanzausgleich auszuhandeln. Der Umgang mit 
Volksinitiativen und dem Steuergesetz wurde schon vor zehn Jahren exerziert. Der 
Präsident leitete die Sitzung ein, stellte den Standpunkt der Regierung fest, die Initiative 
abzulehnen und wünschte den Auftrag zu bekommen eine Volksabstimmung 
276 Ltp vom 22.12.69, S. 636. 
277 Ltp vom 22.12.69, S. 637. 
278 | tp vom 22.12.69, S. 638. 
93
        

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