Neubauten, wie Schulen oder andere Gebäude, waren immer wieder Gegenstand im 
Budget. Der Titel ‚Bauwesen‘ war oft der längste Abschnitt in den Protokollen. 
Ebenfalls sehr verbreitet waren Anregungen um das Steuergesetz. 1950 reklamierte der 
Regierungschef die Steuerungerechtigkeit durch fehlendes Personal beim Steueramt. 
Dem Kommissar fehlten offenbar Kapazitäten, um alle Unternehmen zu prüfen. Die 
Einkommen von Unselbständigen würden hingegen durch den Lohnsteuerabzug rigoros 
und mit wenig Aufwand besteuert, hiess es.*3 Die Besteuerung von Grundstücken wurde 
ebenso thematisiert.*4 Die Erhöhung der minimalen Gesellschaftssteuer wurde 1950 von 
David Strub in aller Kürze beantragt. Oswald Bühler und Alois Vogt befürworteten den 
Vorschlag. Der Regierungschef merkte an, dass es eine Vorlage dazu brauche. Man 
beantragte eine. Die Mehrheit des Parlaments stimmte zu.4° 
Die Verteilung der Einnahmen zwischen Gemeinden und dem Land kam 1952 zur 
Sprache. Johann Georg Hasler monierte, dass die Gemeinden bei pauschalierten 
Fabriken nur einen Drittel anstatt zwei Drittel der Steuern bekämen. Alois Vogt unterstützte 
ihn. Regierungschef Frick widersprach nicht und verwies auf das zu ändernde 
Steuergesetz. Der Einwand blieb ohne Antrag. Der Finanzausgleich war ebenso hin und 
wieder teil der Budgetdebatte. Die Kritiken und Anregungen waren im Vergleich zu 
späteren Jahrzehnten rudimentär.406 
8.1.2 Die 60er Jahre 
Alexander Frick amtete bis 1961 als Regierungschef. Seine letzte Einleitungsrede verwies 
auf die budgetierten Einnahmen sowie Ausgaben von fast 17 Millionen Franken. Er 
schränkte ein, dass diese Zahlen auch das Budget der Post einschlossen. Er führte eine 
formale Änderung ein, wonach nicht zuerst alle Ausgaben und dann die Einnahmen der 
Titel aufgeführt werden, sondern titelweise beide zusammen. 
Danach übernahm Gerard Batliner bis 1969. Seine erste Einleitung war kurz und sachlich. 
Die Gesamtentwicklung des Budgets entsprach in etwa der Teuerung, sagte er, ohne 
Zahlen zu nennen. Die Sitzung war mit 14 Seiten äusserst kurz. Die Unerfahrenheit des 
Redners schien die Einleitung zu verkürzen. Ein Jahr später nannte er auch die Zahlen 
dazu. Das Budget sei im Rahmen der Teuerung von 19 Millionen auf 20,7 Millionen 
403 Ltp vom 19.12.50, S. 6 und S. 46-49. 
404 | tp vom 19.12.50, S. 5 und S. 41-45. 
405 Ltp vom 19.12.50, S. 35. 
6 Ltp vom 22.12.54, S. 14-15 und Ltp vom 22.12.55, S. 57-59. 
143
        

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