den Ellhornhandel mit der Schweiz.3? Er betonte die Dringlichkeit eines ausgeglichenen 
Budgets und meinte, durch die aktuelle Hockkonjunktur müsse der Staat Reserven 
anlegen. Dazu präsentierte er Massnahmen, welche auf die Ausgaben und Einnahmen 
zurückgriffen. Er erhoffte sich Mehreinnahmen durch die Neueinschätzung der Gebäude 
und mehr Personal beim Steueramt. 
In den nächsten Jahren verwies Alexander Frick immer wieder auf die ‚steigende 
Tendenz‘, sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Ausgaben. 1955 zeigte er sich 
erfreut über die budgetierten Einnahmen von 7‘°736‘750 Franken: „wir sehen darin einen 
Ausfluss der herrschenden Prosperität unserer Wirtschaft.“898 Um das Budget im 
Gleichgewicht zu halten, sagte er, wolle man die geplanten Bauprojekte, wie Schulen, 
Brücken und vor allem Strassen, anpassen. Er wiederholte in den Jahren die 
Einschätzung als Hochkonjunktur. Er verwies auch öfter auf die abnehmende Kaufkraft: 
„Nicht zu Unrecht wird unser Jahrhundert das Zeitalter der Inflation genannt.“399 
1959 bereits umschrieb er die Aufblähung des Budgets als erschreckend: „Tatsächlich 
werden derzeit fast alle Staatshaushalte durch die Hochkonjunktur der Wirtschaft 
mitgerissen.“00 Er fasste zusammen, dass die Mehreinnahmen vor allem für Strassen, 
Bauten und Modernisierungen verwendet werden. Für die Zukunft rechnete er mit dem 
Anhalten der Konjunktur und weiteren Mehreinnahmen.*91 
Die Budgetsitzungen waren thematisch weit gestreut. Nach der Einleitung kamen 
Äusserungen zur Anstellung von Handarbeitslehrerinnen oder Polizisten über Impfungen 
bis zu offenen Strassenbauprojekten. Prominent in den 50er Jahren war das Thema 
Strassenbau. Viele der Abgeordneten wollten über die aktuellen und geplanten Projekte 
unterrichtet werden. Sie äusserten oft Wünsche für einen Ausbau oder Reinigung einer 
Strasse in ihren Gemeinden.4® Den Ausbau des Rheindamms und die Bodenmelioration 
besprach man vermehrt. Landwirtschaftliche Themen, wie Subventionen und 
Impfmassnahmen, waren konstant vorhanden, wurden aber in den 60er Jahren weniger. 
397 Vgl. Köppel: Die politischen Beziehungen zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz von 
1945 bis 1970, S. 75-84. 
398 | tp vom 22.12.55, S. 23. 
399 | tp vom 31.12.57, S. 5. 
400 | tp vom 22.12.59, S. 323. 
401 Ltp vom 22.12.59, S. 323-331. 
402 Vgl. Ltp vom 23.12.57, S. 16-18. 
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