5 Methodisches Vorgehen 
Dieses Kapitel definiert die Grundlagen für den empirischen Teil der Arbeit und gilt als Basis für die 
Datenerhebung. Dabei wird der Untersuchungskontext und die Zielgruppe der Untersuchung erläu- 
tert sowie das geplante Vorgehen der Datenerhebung und Datenauswertung im Detail dargestellt. 
5.1 Untersuchungskontext 
In der Praxis lassen sich einige gute Beispiele für die erfolgreiche Anwendung des Organisations- 
modelles Holakratie finden. Ebenfalls sind wenige wissenschaftliche Ansätze vorhanden, was evo- 
lutionäre Organisationsmodelle auszeichnet und wie sie nachhaltig die Agilität in Unternehmen stei- 
gern können. 
Mit der Agilität der Fintech Bewegung können Banken schlicht noch nicht mithalten. Banken sind 
nach wie vor traditionell hierarchisch geführt. Auch konnten keine Beispiele der Anwendung von 
Holakratie in der Bankenbranche gefunden werden. Diese Arbeit untersucht deshalb inwieweit die 
Anwendung von Holakratie ein gangbarer Weg für den Vertrieb einer Bank darstellt, um die benötigte 
Agilität zu erreichen und beantwortet die Forschungsfrage: Kann die agile Organisationsform 
Holakratie in den Vertriebseinheiten einer Bank gewinnbringend eingesetzt werden, damit nachhaltig 
die Agilitát gesteigert werden kann? 
Da die Holakratie zu einem grossen Teil auf dem Human-Ressourcen-Ansatz und der Selbstorgani- 
sationtheorie aufbaut, werden diese Ansátze direkt in die Erhebung mit einfliessen. 
5.2 Datenerhebungsmethode 
Die Holakratie erfreut sich in jungster Zeit einem erhöhten medialen Interesse, doch ist sie in ihrer 
Ausprägung noch mehrheitlich unbekannt. Um die wissenschaftliche Beantwortung der Fragestel- 
lung sicherzustellen, ist dieses Verständnis jedoch zentral. Auch der Sachverhalt, dass die Ergeb- 
nisse der Holakratie bei jeder Organisation differenzieren (vgl. 2.2.3), spricht für den Ansatz der 
qualitativen Forschung. Gemäss Gläser und Laudel (2010, S. 40—42) ist das qualitative Verfahren 
darauf ausgerichtet Informationen nicht im selben Mass zu standardisieren wie bei der quantitative 
Erhebung. Die qualitative Erhebung ermóglicht es Sachverhalte verbal zu beschreiben und eignet 
sich um punktuelle Zusammenhànge darzustellen. Die qualitative Erhebung erlaubt zudem eine ge- 
wisse Offenheit bei der Festlegung der Themenpunkte und ermóglicht dem Fragenden, sich je nach 
Interviewverlauf dem Gesprächspartner anzupassen. Auch die fehlenden wissenschaftlichen Er- 
kenntnisse sprechen für die Verwendung des qualitativen Ansatzes. Der qualitative Ansatz dient der 
Strukturierung eines Forschungsgebietes und bietet insbesondere bei noch wenig erforschten, oder 
sehr komplexen Themen viele Vorteile (Kepper, 2008, S. 178—180). 
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