Masterarbeit 2018 Rosmarie Lorenz 
Neues Raumkonzept für die Liecht. Landesbibliothek 
6.3 Funktionale Beschreibung des Raumprogramms 
In Anhang 5 sind die Funktionen und deren Zusammenspiel auf einem grossformatigen Plan schema- 
tisch dargestellt und mit Bildern von aus der Sicht der Verfasserin gelungenen Umsetzungen 
illustriert. Die Anordnung der Bestandsbereiche ist so gewählt, dass die Nutzer/innen bei einem 
„schnellen“ Besuch viel gefragte Medien, Aktuelles zum Zeitgeschehen und Medienempfehlungen in 
der Nähe des Eingangsbereichs antreffen (Nahbereich). 
Der daran anschliessende und belebte Kinderbereich erhält einen prominenten und gut belichteten 
Platz, der durch verschiebbares Mobiliar (Regale auf Rollen) in der Nutzung sehr flexibel ist. Dieser 
Bereich soll den nach McDonald (2006) zitierten Wow-Effekt erzielen, kann hier doch der Grundstein 
gelegt werden, ob aus dem „Bibliothekskind“ später vielleicht ein „Bibliotheksmensch“ wird. Der 
Jugendbereich ist in der Nähe der AV-Medien platziert und grenzt nicht an den Kinderbereich, um die 
„gefühlte“ Abgrenzung auch räumlich umzusetzen. 
Der Bestandsbereich Belletristik wird in der Nähe des Eingangsbereichs angeordnet. Dies unter 
anderem mit der Überlegung, dass Grossdruckbücher für ältere Nutzer/innen in kurzer Distanz 
erreichbar sind, durch ihre sichtbare Platzierung einen hohen Stellenwert erhalten und damit die 
Wichtigkeit dieser Nutzergruppe untermauern. 
Die Bestandsbereiche Sachliteratur und Liechtensteinensia sind ruhigere Zonen und daher weiter 
entfernt vom Eingangsbereich. Lernen in verschiedenen Konstellationen wird hier möglich. 
Der Veranstaltungsraum ist auch ausserhalb der Bibliotheksöffnungszeiten nutzbar und verfügt 
deshalb über einen eigenen Eingang. Falls architektonisch lösbar besteht im Idealfall auch eine 
gemeinsame Nutzung mit Sanitäreinrichtung, Garderobe und Café/Bistro des Eingangsbereichs ohne 
dass dabei in die weiteren Bibliotheksräumlichkeiten gelangt werden kann. 
Der Schulungsraum, vielleicht ergänzend als Werkstatt oder Atelier bezeichnet, steht für Schulungen 
aber auch für werkstattartige Anlässe zur Verfügung. Der Raum kann verschiedene Funktionen 
erfüllen, von denen einige möglicherweise erst in Zukunft geformt werden. Flexibles Mobiliar, 
Stauraum, mobile technologische Geräte und ein Wasseranschluss sind wichtige Voraussetzungen, 
um diesen Raum multifunktional zu machen. 
Verschiedene Arten von Nutzerplätzen sind auf dem Plan einerseits als Sammlung (rechte untere 
Ecke) und andererseits in Verbindung mit anderen Funktionsbereichen aufgeführt. 
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