Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2018) (2018)

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Zur Einführung 
Sie halten den 24. Jahrgang der Balzner Neujahrsblät 
ter in den Händen und wir hoffen sehr, dass auch diese 
Nummer wieder Ihren Beifall finden wird. Zumindest 
müsste - dank der Themen Vielfalt - jeder Leser, jede 
Leserin wieder etwas Passendes finden. 
Zum 50 Jahr-Jubiläum der Rheinbrücke Balzers-Trüb- 
bach untersucht Cornel Doswald in seinem Aufsatz 
«Im Schnittpunkt der regionalen Verkehrsbeziehun 
gen» die vielfältigen Versuche der beiden Nachbarn, 
eine «tragfähige» Verbindung zwischen Trübbach und 
Balzers herzustellen. Wie wichtig den beiden Ort 
schaften ein gemeinsamer Übergang über den Rhein 
war, weiss der Autor eindrücklich darzustellen. Ergänzt 
wird dieser fundierte Beitrag durch eine kurze Darstel 
lung der Auseinandersetzung in Balzers zum Standort 
der Brücke, verfasst von Hans Brunhart, wobei durch 
aus Anklänge an heutige Diskussionen über die Ver- 
kehrsthematik festzustellen sind. 
Nicht zum ersten Mal beschäftigt sich Manuela Nipp 
mit dem Thema der Sozialhilfe in Liechtenstein. In 
ihrem aktuellen Beitrag «Kein Armenhaus für Balzers» 
beleuchtet die Autorin zunächst das dunkle Kapitel 
der Armenfürsorge in unserem Land vom späten Mit 
telalter bis zur Neuzeit, um sich schliesslich die Frage 
zu stellen [und auch zu beantworten], warum es in 
Balzers nicht zur Errichtung eines Armenhauses kam. 
In seiner gut recherchierten Untersuchung mit dem 
vielsagenden Titel «Als die SBB Liechtenstein aufs 
Abstellgleis stellten» beschreibt Heinz Schild, wie sich 
das Fürstentum zusammen mit der Rhätischen Bahn 
- erstmals um 1881, dann noch einmal zu Beginn des 
20. Jahrhunderts - vergeblich bemühte, eine Bahnlinie 
von Schaan nach Balzers anzulegen. 
2017 feierte die liechtensteinische Post AG «200 Jahre 
Post in Balzers». So lautet auch der Titel, den Arthur 
Brunhart seinem «Jubiläumsartikel» gegeben hat. Ak 
ribisch genau erzählt er die Geschichte der Balzner 
Post und schlägt in seinen detailreichen Ausführungen 
einen Bogen von den Anfängen bis zur Gegenwart. 
Mit ganz persönlichen «Erinnerungen an die Post» war 
tet Alexa Schlegel-Meier auf. Sie ist eine der Töchter 
von Ewald Meier, der von 1959 bis 1988 Posthalter in 
Balzers war. In der alten Post an der Rietstrasse ver 
brachte sie auch die ersten neun Jahre ihrer Kindheit 
und hat deshalb eine Menge Insider-Wissen über die 
«Post Balzers». 
In einem Gespräch mit vier ehemaligen Dorfladenbe 
sitzerinnen erfährt Lisa Fischer aus erster Hand Inte 
ressantes über «Lebens- und Einkaufsgewohnheiten» 
von früher, aber auch, wie wichtig die Rolle solcher Dorf 
läden für den sozialen Kontakt und das Zusammenge 
hörigkeitsgefühl der Dorfbewohner war. Interessant ist 
die von Hans Brunhart erhobene und in einem Plan 
eindrücklich dargestellte Vielfalt der Dorfläden in den 
Fünfzigerjahren. Ein spannender Blick zurück in eine 
Zeit, in der man alles bekam, was man brauchte, und 
nicht wie heute: wo man nicht alles braucht, was man 
bekommt ... 
In seiner Betrachtung zum Balzner Dialekt «Am Sunn- 
teg» blickt unser Redaktionsmitglied Hans Brunhart 
in die Zeit zurück, als der Sonntag noch als «der Tag 
des Herrn» bezeichnet wurde - und es auch war! Mit 
gewohnt träfem Witz gibt der Autor ein paar Müster- 
chen zum Besten, die eindrücklich zeigen, wie man 
bei uns in den 1950er-Jahren den Sonntag zu begehen 
hatte. 
Am 5. November 2017 ging im Alten Pfarrhof in Bal 
zers die Sonderausstellung über die letzten 100 Jahre 
des Balzner Wahrzeichens, der Burg Gutenberg, zu 
Ende. Der folgende Beitrag «Wohnstätte, Gaststätte, 
Spielstätte, Fundstätte: Die Burg Gutenberg im 20. 
Jahrhundert» von Markus Burgmeier stellt eine Art 
Reminiszenz der Burg-Ausstellung dar und möchte 
in Wort und Bild Unbekanntes, Wiederentdecktes, 
Erstaunliches aus den letzten 100 Jahren «unserer» 
Burg Gutenberg noch einmal in Erinnerung rufen. 
Wie gewohnt bilden die Beiträge «Vor 100 Jahren» von 
Elmar Bürzle, die «Balzner Chronik» von Georg Burg 
meier und die Gedenkseite «Unsere Verstorbenen» den 
Abschluss der Balzner Neujahrsblätter. 
Das Redaktionsteam wünscht unserer Leserschaft eine 
anregende Lektüre und alles Gute für das neue Jahr! 
Balzers, im Dezember 2017
	        

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