Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2016) (2016)

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zers» eingesetzt. Grundlage der Arbeit dieser Gruppe 
bildete die ganzheitliche Sicht über den Bereich der 
ambulanten und stationären Pflege und Betreuung. 
Ebenfalls grundlegend war die Überzeugung, dass 
beide Angebote sich nicht konkurrenzieren, sondern 
ergänzen und dass - dafür gab es bereits Interesse aus 
der Bevölkerung - auch das betreute Wohnen, oder, 
wie es auch genannt wird, das «Servicewohnen», in ein 
entsprechendes Projekt integriert werden sollte. Man 
betrachtete es als wichtiges Ziel, für die unterschied 
lichen Bedürfnisse der älteren Bevölkerung entspre 
chende Angebote zu entwickeln und zu sichern. 
dass Balzers lebens- und liebenswert ist, soll für alle 
Bevölkerungs- und Altersgruppen gelten. Deshalb ist 
ein differenziertes, aufeinander abgestimmtes Angebot 
von zentraler Bedeutung. 
Ausgezeichnete Voraussetzungen für die Realisierung 
des Projekts LeBa bildete auch der zwischenzeit 
lich erfolgte Umbau des APH Schlossgarten, welcher 
neben einem Ausbau der Demenzabteilung auch die 
Rückkehr der Familienhilfe in die Räumlichkeiten des 
Heims ermöglichte. 
Die Umsetzung 
Das Projekt Lebensraum Balzers (LeBa) 
Auf diesen Grundlagen und der Arbeit der Arbeits 
gruppe entstand das Projekt «Lebensraum Balzers», 
kurz LeBa. Das Projekt enthält folgende Elemente: Die 
Familienhilfe Balzers sowie das Alters- und Pflegeheim 
Schlossgarten werden zu einer gemeinsamen Organi 
sation zusammengeschlossen. Das Konzept «Betreutes 
Wohnen» wird von der Gemeinde konsequent weiter 
verfolgt. Im Alters- und Pflegeheim Schlossgarten soll 
eine Anlaufstelle für alle Fragen im Zusammenhang 
mit stationärer und ambulanter Pflege und Betreuung 
geschaffen werden. Schliesslich soll die neue Organi 
sation auch eine Plattform für die Koordination der 
Freiwilligenarbeit in der Gemeinde bilden. 
Das Projekt LeBa zeichnet sich durch eine übergrei 
fende Zielsetzung aus. Ebenso begleitet es sozusagen 
die Einwohnerinnen und Einwohner von Balzers in 
ihren verschiedenen Lebensphasen. Die Zielsetzung, 
Der neue, im Jahr 2015 gewählte Vereinsvorstand. Von links: 
Alexander Vogt, Hans Brunhart, Tonio Wille, Karin Negele, 
Petra Meier, Roswitha Vogt und Hansjörg Büchel. 
An einem Informationsabend am 26. März 2013 
wurde die Öffentlichkeit über die geplanten Schritte 
informiert, nachdem die massgeblichen Gremien der 
Familienhilfe und des Altersheims sowie der Gemein 
derat dem Vorgehen grundsätzlich zugestimmt hatten. 
Kernstück des Projekts LeBa bildete das Zusammen 
gehen der Familienhilfe und des APH Schlossgarten. 
Dadurch konnten - das wurde an diesem Abend deut 
lich dargelegt - sowohl die Dienstleistungsqualität ge 
fördert wie Synergien gewonnen werden. Wichtig er 
schien gleichzeitig, dass in der Gemeinde eine zentrale 
Anlaufstelle für die Beratung besteht und zum ande 
ren auf längere Sicht altersgerechter Wohnraum, kom 
biniert mit Dienstleistungen des APH, zur Verfügung 
gestellt werden kann. Ebenso stellt sich das Projekt in 
den Dienst des gesellschaftlich erwünschten Ausbaus 
der ehrenamtlichen Arbeit. 
Ambulante und stationäre Angebote sollen koordiniert 
und flexibler angeboten werden. Zugleich ist beabsich 
tigt, die ambulanten Dienste auszubauen. Die Wege 
sollen einfach, die Übergänge von ambulant zu teilsta 
tionär oder stationär sollen flexibler werden. Konkret 
soll dies mit Ferienzimmern, Akutzimmern für kurz 
fristige Intensivpflege bzw. -betreuung sowie durch 
Tagesstationen für Demenzkranke und Servicewoh 
nungen ermöglicht werden. Menschen jeden Alters 
mit Beeinträchtigungen sollen genau das Angebot in 
Balzers Enden, welches ihnen grösstmögliche Selbst 
ständigkeit erlaubt. Diese Unterstützungsangebote im 
Gesundheitsbereich sollen im Dorf selber abgedeckt 
werden. Dadurch wird das Bewusstsein für die sozi 
ale Verantwortung innerhalb der Dorfgemeinschaft 
gestärkt und das Engagement für die Öffentlichkeit 
gefördert.
	        

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