Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2015) (2015)

Liechtensteiner Volksblatt, 28. Mai 1915 
Obeirheinische Nachrichten, 8. Mai 1915 
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Liechtensteiner Volksblatt, 6. Februar 1915 
3Ji»%ecö< [Einges.] Die Konsumvereinsgründung 
macht günstige Fortschritte. Einige tausend Kro 
nen sind schon gezeichnet und über 100 Bürger 
haben ihren Beitritt erklärt. Trotz verschiedener 
Vorurteile gegen den Konsum, soll er mit Umsicht 
und Energie dennoch ins Leben gerufen werden 
zum Nutzen und Frommen der allgemeinen Bevöl 
kerung. Es wäre zu begrüssen, wenn jeder Bürger 
sein Möglichstes dazu beitrüge, um das Gelingen 
der Sache zu beschleunigen. Wer unsere Gemeinde 
verhältnisse näher kennt, wird auch anerkennen, 
dass ein Konsum ein Bedürfnis ist. Was anderwärts 
zur Wohlfahrt des Volkes gereicht, kann und muss 
auch bei uns geschaffen werden. Schauen wir 
nach der Schweiz hinüber und sehen wir, was die 
Konsumvereine schon alles Gute geleistet haben 
[billige Lebensmittel]. Die Konsumvereine werden 
überall als Preisregulateure angesehen. Nächstens 
wird hier eine Generalversammlung abgehalten 
und die Gründung vorgenommen, wozu ein tüch 
tiger Referent herangezogen wird, der über Nutzen 
und Ziel nähern Aufschluss geben wird. 
Obeirheinische Nachrichten, 3. April 1915 
[Einges.] «Dort, wo die Alpenrosen blüh’n, 
da zieht’s uns hin...» 
Aus der Gemeinde Balzers allein gehen diesen 
Sommer 80 - 85 Personen, meist junge Burschen - 
zum Tröste des neu amtierenden Polizeiorgans sei’s 
gesagt - als Hirten, Sennen, Zusennen und sonsti 
ges Hüttenpersonal in die Alpen. Und zwar gehen 
21 in liechtensteinische, 15 in vorarlbergische und 
die übrigen in schweizerische Alpen. 
«Dort hoch auf der Alpe, da ist meine Freud’. Da 
wo’s mir auf Erden am besten gefällt.» 
Ein Aelpler. 
2J3tlltr* Dienstag den 27. April entlud sich 
über einem Teil unserer Gegend ein Gewitter. Im 
Schaaner Bofel hagelte es und in Balzers fiel starker 
Regen, während in Vaduz nur spärlich Regentropfen 
fielen. Im übrigen hat sich das Frühlingswetter bis 
jetzt sehr gut angelassen. Ein altes Sprichwort sagt: 
Märzenblüte ist nichts, Aprilblüte ist halb, aber 
Maiblüte ist ganz. Das Steinobst wie auch die Birn 
bäume versprechen einen reichlichen Ertrag. Ueber 
den Stand der Obstkulturen und der Weingärten 
wird nach den Zusammenstellungen des österr. 
Ackerbauministeriums folgender Bericht publi 
ziert: Die Obstbäume haben sehr gut überwintert; 
Frostschäden wurden nirgends wahrgenommen. 
Die Vegetation ist der in den letzten Wochen herr 
schenden kühlen Witterung entsprechend noch um 
ein beträchtliches zurück. Im Süden blühten bisher 
lediglich die Mandeln, deren Ansatz als ein befrie 
digender bezeichnet wird. Die übrigen Obstarten 
zeigen zahlreiche, gut ausgebildete Blütenknospen; 
speziell beim Kernobst darf eine sehr zahlreiche 
Blüte erwartet werden. Die Baumpflege ist infolge 
des ungünstigen Märzwetters noch etwas im 
Rückstände. Die Weingärten haben den milden 
Winter ausserordentlich gut überstanden und weisen 
keinerlei Beschädigungen auf. 
Liechtensteiner Volksblatt, 30. April 1915 
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SÖaptlfi 38öc$er, Nr. 207 
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Obeirheinische Nachrichten, 13. November 1915 
3Ji»I|ecö< [Einges.] Am letzten Sonntag erlitt ein 
Balzner Arbeiter am Balzner Steinbruch durch zu 
frühes Losgehen eines Sprengschusses einen Unfall, 
indem es ihm den rechten Daumen wegriss und 
den Zeigefinger verstümmelte. Trotz dem Unglück 
muss man von Glück reden, dass nicht schlimmere 
Folgen entstanden sind. Gute Besserung.
	        

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