Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2011) (2011)

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Töchterinstitut Gu 
tenberg bei Balzers. 
Ansichtskarte. Blick 
von Nordwesten auf 
den Schultrakt und 
das Schwesternhaus, 
links davon die 
Waschküche. Am 
unteren Bildrand 
Intematstöchter beim 
Spiel im Freien. Im 
Hintergrund Ansicht 
der Burg nach dem 
in den Jahren 1905 
bis 1910 durch Egon 
Rheinberger erfolgten 
Wiederaufbau. 
1919 
Die Ordensleitung sah in Deutschland neue 
Aufgaben. Fürst, Regierung und auch die 
Gemeinde Balzers bemühten sich vergeblich, 
die Schwestern auf Gutenberg zu halten. 
1920 
Die Ordensleitung in Paderborn hob die Nie 
derlassung auf Gutenberg auf. Die Schwes 
tern verliessen im Frühjahr Liechtenstein. 
1921 
Die «Schwestern vom Kostbaren Blut» in 
Rankweil erhielten die Genehmigung zur 
Führung einer Haushaltsschule. 
1924 
Die Regierung erteilte den Schwestern die 
Erlaubnis, eine Mädchenrealschule einzu 
richten. Die Haushaltsschule wurde unter 
dem Namen «Institut Gutenberg» weiterge 
führt. Die jungen Ordensmitglieder wurden 
zu Krankenschwestern, Hauswirtschafts 
und Volksschullehrerinnen ausgebildet. Das 
Land und besonders die Gemeinde Balzers 
profitierten viel von der karitativen Tätig 
keit und der Krankenpflege der Schwestern. 
1925 
Gutenberg wurde Provinzhaus des Ordens. 
Die Hausoberin war zugleich Provinzobe 
rin. Von Balzers aus wurden mehrere Filia 
len gegründet. 
1933 
Der Orden wollte das Institut Gutenberg von 
der Gemeinde Balzers kaufen. Es kam 
jedoch keine Einigung zustande. So nahm 
der Orden das Angebot der Gemeinde 
Schaan an, die ihm einen grossen Bauplatz 
im Gebiet Dux überliess. 1934 wurde mit 
dem Bau des «Institut St. Elisabeth» in 
Schaan begonnen. 
1934/1935 
Inzwischen waren die Salettiner Patres der 
Missionsgesellschaft Untere Waid (Mörsch- 
wil) an einem Kauf des «Schlosses» interes 
siert. Pfarrer Hollweck konnte die Gemein 
devertreter überzeugen, Gutenberg für 
65'000.- Franken zu verkaufen. Die Balzner 
Bürger stimmten am 30. Dezember 1934 
dem Verkauf und der Forderung des 
Ordens zu, einen Spielplatz pachten zu 
können. Gemäss einer Bestimmung im 
Kaufvertrag, der am 3. Januar 1935 unter 
zeichnet wurde, durfte das Gebäude nur für 
religiös-erzieherische Zwecke verwendet 
werden. Der Vertrag enthielt zudem die 
Klausel, dass Schüler aus Balzers bevorzugt 
in diese Schule eintreten konnten. Die Sa 
lettiner kauften auch die von den Schwes 
tern erbauten Gebäude «Priesterhaus», 
«Schulhaus» und «Waschhaus».
	        

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