Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2010) (2010)

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Auf Spurensuche 
David und Heinrich Vogt - zwei Kleingewerbe im Höfle 
Markus Burgmeier 
Geschäftsschild ans 
Metall, 20 x 32 cm. 
Abgesehen vom Sil 
bergrau des Schild 
randes und der 
rankenförmigen Ver 
zierung lässt sich 
aufgrund von älteren 
Witterungseinflüssen 
(und Übermalungen) 
die ursprüngliche 
Farbgebung an ge 
wissen Stellen leider 
nur noch erahnen: 
goldfarbene Buch 
staben auf dunkel 
rotem Grund. 
(Inv.-Nr. F63). 
Vorbemerkungen 
Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln - 
dies sind die vier klassischen Aufgaben 
eines Museums. Die «Sammlung historisch 
interessanter Gegenstände» in Balzers um 
fasst zurzeit über lO'OOO Objekte, die in 
absehbarer Zeit in das Balzner Kultur 
museum eingebracht werden sollen. 
In den «Balzner Neujahrsblättern» werden 
ab dieser Ausgabe regelmässig ausgewählte 
Gegenstände aus dieser volkskundlichen 
Sammlung vorgestellt und auf ihre Ge 
schichte hin untersucht. Das können Bilder, 
Dokumente oder typische Geräte aus frühe 
rer Zeit sein. Ziel dieser Veröffentlichungen 
ist es, die Geschichte hinter den Objekten 
zu erzählen und aufzuzeigen, dass vor 
allem durch diese Hintergrundinformatio 
nen der Wert eines Sammlungsgegenstan 
des gesteigert wird. 
Ein Geschäftsschild, ein Familienfoto, Auf 
nahmen aus dem Arbeitsalltag, eine Rech 
nung sowie ein Foto mit verschiedenen 
Arbeitsgeräten dienen als Grundlage, um 
zwei Kleingewerbler vorzustellen: die Brü 
der David und Heinrich Vogt. Die beiden 
wurden im Balzner Dorfteil Höfle geboren, 
wuchsen dort auf und fanden dort auch 
ihre Lebensaufgabe. Sie sind Beispiele da 
für, wie das Höfle die Menschen prägte, die 
innerhalb seiner Mauern lebten. 
Die Ostseite des historischen Höfle existiert 
seit der Nacht vom 7. auf den 8. Februar 
2001 nicht mehr. In den «Neujahrsblättern 
2002» drückte es Hans Brunhart in seinem 
Beitrag «Der Höffe-Brand vom Februar 
2001» so aus: «In dieser Föhnnacht ging 
einer der typischsten und historisch be 
deutsamsten Dorfteile von Balzers für 
immer verloren.» Damals wurde das Höfle 
von einer Feuersbrunst heimgesucht, der 
neun Wohnhäuser sowie sechs landwirt 
schaftliche Gebäude und Stallungen zum 
Opfer fielen. 
Es war nicht das erste Mal, dass eine der 
artige Katastrophe über diesen Dorfteil her-
	        

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