Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2010) (2010)

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um das Gewässer auszuscheiden und dem 
Vieh alternative Tränken bereitzustellen. In 
vegetationsreichen Laichgewässern sind 
periodische Pflegeeingriffe angezeigt, um 
dem sukzessiven Verlandungsprozess sowie 
der Zunahme von räuberischen Wasser 
insekten (Prädatoren) entgegenzuwirken. 
All diese Fördermassnahmen lassen sich 
mit relativ geringem Aufwand realisieren. 
Mit der Schaffung von zusätzlichen Laich 
möglichkeiten (Anlage von neuen Klein 
gewässern) könnte schliesslich im Sinne 
eines Biotopverbundes eine Vernetzung 
verschiedener Lokalvorkommen und damit 
ein genetischer Austausch gefördert wer 
den. Von diesem Massnahmenbündel wer 
den letztlich eine Vielzahl weiterer einhei 
mischer Tier- und Pflanzenarten profitie 
ren. Die skizzierten Schutzanliegen dürfen 
deshalb nicht nur informativen Charakter 
haben, sondern müssen als Handlungs- und 
Zukunftsverpflichtung verstanden und um 
gesetzt werden. 
Literatur 
Broggi, Mario; Willi, Georg: Inventar der Naturvor 
rangflächen. Vaduz 1996. (Naturkundliche Forschung 
im Fürstentum Liechtenstein. Bd. 15). 
Kühnis, Jürgen B.: Die Amphibien des Fürstentums 
Liechtenstein. Vaduz 2002. (Naturkundliche For 
schung im Fürstentum Liechtenstein. Bd. 20). 
Kühnis, Jürgen B. et ah: Amphibienzugstellen in 
der Region Liechtenstein-Werdenberg. Schutzmass 
nahmen, Erfahrungen und Perspektiven. Separat 
druck aus Bericht 31 der Botanisch-Zoologischen 
Gesellschaft Liechtenstein-Sargans-Werdenberg. 
Schaan 2006. 
Links: Alptümpel 
oberhalb von 
Guschgfiel (T861 m) 
mit Blick auf den 
Schönberg. 
Rechts: Für alpine 
Kleingewässer kön 
nen Trittschäden und 
Düngeeintrag durch 
das Weidevieh prob 
lematisch werden. 
Regierung des Fürstentums Liechtenstein (Hrsg.): 
Entwicklungs- und Erhaltungskonzept für das Berg 
gebiet. Vaduz 2000.
	        

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