Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2007) (2007)

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Abb. 24 
Vaduz kasernierten Militärkontingentes im 
Jahr 1866, auch als provisorisches Logis 
des Fürsten Johannes II. und zeitweise so 
gar als Weinschenke gedient haben. 
Oft vermag Unscheinbares die Briefmar 
kenschöpfer anzuregen, wie etwa das Kalt- 
wehkappele auf den Wiesen im St. Anna- 
beld (Abb. 24). Ein reizvolles Markenbild 
von Gerhard Gloser aus dem Jahr 1988 
zeigt diesen einsam auf weiter Flur stehen 
den Bildstock. Mit der heiligen Barbara im 
Kaltwehkappele und der heiligen Katharina 
beim St. Katrinabmnna stehen in Balzers 
bei Bedarf gleich zwei der insgesamt drei 
Nothelferinnen in nächster Nähe. Den 
Frauen, zumindest den heiliggesprochenen, 
scheint man hier mehr Zutrauen entgegen 
zubringen als den Männern. 
Abb. 26 
UERSTENTU1 
JECHTENSTEli 
Abb. 21 
Häuser und Landschaft 
Louis Jäger stellt auf der Marke von 1973 
den Mittagspitz aus nördlicher Sicht wie ei 
nen kurzen, dick geschwollenen, gegen den 
Himmel zeigenden Finger dar (Abb. 25). Ist 
dieser Fingerzeig vielleicht ein Geschenk 
der Natur an die Einwohner von Balzers, 
die aus Richtung Unterland den Heimweg 
suchen? Den Mittagspitz teilt man sich 
zwar brüderlich mit den Triesnern, die ihn 
nach dem Stand der Mittagsonne auch be 
nannt haben dürften. Der Mittlerspitz hin 
gegen bekam seinen Namen sicher in Bal 
zers, denn nur von hier aus gesehen steht er 
in der Mitte zwischen Mittagspitz und 
Wörznerhorn. 
Abb. 28 
Prägnante Themen der grossen Briefmar 
kenserie aus dem Jahr 1978, welche erhal 
tenswerten Bauten gewidmet ist, sind das 
Turmwohnhaus bei St. Peter in Mäls 
(Abb. 26) wie auch die malerische, nostal 
gisch anmutende Stallgruppe im Gässle 
(Abb. 27) in der Nähe des früheren «Kauf 
hauses» (heute «Liechtensteinerhof»). Die 
verwinkelte Stallgruppe sucht man heute 
allerdings vergeblich. Sie ist 2001 einem 
Grossbrand zum Opfer gefallen. Wenn 
Georg Malin dieser Reihe mit dem stattli 
chen Pfarrhof aus der ersten Hälfte des 
18. Jahrhunderts gleich noch ein drittes 
Balzner Motiv hinzufügt (Abb. 28), ist dies 
doch Beweis dafür, dass man hier mit alten
	        

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