Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2006) (2006)

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... und Kulinarisches 
Die Verpflegung teilten sich mehrere Verei 
ne. Die «Pföhrassler» kümmerten sich um 
die Getränke. Dabei wurden sie von den 
Balzner Winzern unterstützt, die den eige 
nen Wein ausschenkten. Zudem hatte die 
Elternvereinigung für die kleinen Gäste 
eine Sirupbar eingerichtet. Die Pfadfinder 
gaben das warme Essen aus, und der Trach 
tenverein lud zum Verweilen in eine Kaffee- 
und Kuchenecke ein. 
Die Besucherinnen und Besucher wurden 
mit kulinarischen Leckereien regelrecht 
verwöhnt. Heiss begehrt war der «Balzner 
Kulturtäller» mit «Hafalääb» - einem urty- 
pischen Balzner Gericht. Wer es noch nicht 
kannte, weiss spätestens seit dem 17. April 
2005, wie «Hafalääb» schmeckt. Dazu wur 
den «Suurkrut» und eine speziell für diesen 
Gemeindetag kreierte «Kulturworscht» so 
wie Alpkäse mit Brot serviert. 
Der Reinerlös der Veranstaltung belief sich 
auf CHE 3500.-. Dieser Betrag wurde vom 
Liechtensteinischen Entwicklungsdienst 
verdoppelt und der Balzner Schwester Re 
becca für ihr Projekt «Bubenhaus» in Peru 
übergeben. 
Nach dem erfolgreichen Kulturtag mit rund 
zweitausend Gästen dürfen wir mit Stolz 
sagen- Balzers «vaduzte» tatsächlich! Das 
«singende und klingende Dorf» erweiterte 
sich um neue kulturelle Facetten. Der Tag 
der Gemeinde Balzers im Kunstmuseum 
Liechtenstein bleibt für alle ein unvergessli 
ches Erlebnis. 
Die OK-Mitglieder 
Barbara Büchel, 
Günther Frick, 
Markus Burgmeier 
sowie Projektleiterin 
Dagmar Islitzer (v.l.) 
waren sehr zufrieden 
mit dem Anlass. 
«Hafalääb» 
250 g feines Türkenmehl mit 70 g Weissmehl, Salz und ein wenig Backpulver gut vermi 
schen. Nun 1/2 Liter Milch, 1/8 Liter Wasser und gut 50 g Butter zum Kochen bringen 
und die Mischung langsam einrühren, bis sich der Brei von der Pfanne löst. In einer 
Schüssel auskühlen lassen, dann mit 2 bis 3 Eiern vermengen. 
Aus dem Teig formt man mehrere walzenförmige Laibchen (Weggle), 5 cm dick, und 
lässt diese in Salzwasser, besser noch in Gerstensuppe, in welcher ein Stück Speck 
schwimmt, eine halbe Stunde kochen oder ziehen. 
In Scheiben geschnitten oder in Laibchenform wird der «Hafalääb» als Beilage zu pas 
senden Fleischgerichten gegeben. Die Scheiben oder Laibchen in die Gerstensuppe 
gelegt, dazu das Räucherfleisch in Schnitten, ergeben einen vorzüglichen Eintopf. Die 
Scheiben mit heisser Butter und gut gerösteten Zwiebeln abschmelzen. Mit Rüben- oder 
Sauerkraut ergibt dies ein gutes Essen. 
Aus: Liechtensteiner Kochbuch. Eine Rezeptsammlung aus dem Fürstentum Liechtenstein. 
Hrsg. Brauchtumskommission der Liechtensteinischen Trachtenvereinigung. Vaduz 1982, S. 56.
	        

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