Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2005) (2005)

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Links: 
Isidoro Minute mit 
Albin Kaufmann 
beim Bau des 
Balzner Gemeinde 
hauses 
Rechts: 
Mario und Isidoro 
Minute mit Kollegen 
und Kindern aus 
Balzers 
ihm die Essen rund um den Tisch in der re 
lativ kleinen Küche, an dem ausser ihm 
noch die sieben Kinder und die «Schlum 
mermutter» Platz haben mussten. Isidoro 
liess die Verbindung zu den meisten Fami 
lienmitgliedern nicht abreissen. So kam es 
immer wieder einmal zu einem Besuch eines 
der «Kinder» in Segusino. Er unterhielt auch 
mit Rosele schriftlich und telefonisch Kon 
takt. Verständigungsschwierigkeiten gibt es 
nach vielen Jahren immer noch nicht, obwohl 
die Deutschkenntnisse doch weniger wurden. 
Der Männergesangverein sei ihm für die Ge 
staltung der Freizeit und für die Kontaktpfle 
ge mit Balzers besonders wichtig gewesen, 
neben dem Interesse am Gesang und an der 
Musik. Isidoros Bruder Mario war Mitglied 
der Harmoniemusik, und Caterino Curto ge 
hörte während seiner Zeit in Balzers fast 
zehn Jahre dem Männergesangverein an. 
Caterino wohnte bei Serafín und Maria 
Frick, Unterm Schloss, und Mario bei Hein 
rich und Regina Kaufmann in der Nähe der 
Balzers AG. 
Im singenden Dorf 
Man habe natürlich nicht nur gearbeitet. 
Am Sonntag habe man Ausflüge gemacht. 
Isidoro war aktiver Sänger im Männerge 
sangverein Balzers. Auf die Frage, ob er 
noch etwas aus seinem damaligen Reper 
toire singen könne, beginnt er sofort mit 
dem Lied «Steh auf, du fauler Fuhrmann» 
und erinnert sich auch mit besonderer Freu 
de an «0, du schöner Rosengarten». Seine 
Erinnerung an Balzers ist besonders inten 
siv mit dem Männergesangverein verknüpft. 
Die damaligen Mitglieder kann er zum gros 
sen Teil noch namentlich aufzählen. Isidoro 
weiss auch noch, an welchen Sängerfesten 
der Verein besonders gut abschnitt. In Bre 
genz habe man mit den zwei zitierten Lie 
dern den ersten Preis geholt. 
Wieder zu Hause in Segusino 
Im Dezember 1962 kehrte Isidoro Minute nach 
Segusino zurück. Anschliessend verbrachte 
er eineinhalb Jahre im italienischen Militär, 
bei den berühmten «Alpini». Danach war er 
als Maurer tätig und wechselte dann aus ge 
sundheitlichen Gründen in eine Motoren 
fabrik. Später arbeitete er während zwanzig 
Jahren bis zu seiner Pensionierung in einer 
Fabrik für Brillenfassungen, die der eben 
falls nach Segusino zurückgekehrte Caterino 
Curto leitete. 
Segusino war viele Jahre ein Zentrum für die 
Herstellung von Brillenfassungen. Die Pro 
dukte - mit dem besonderen italienischen 
Design als Markenzeichen - waren in der 
ganzen Welt verbreitet. Heute erlebt Segu-
	        

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