Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2005) (2005)

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Die Herren von Gutenberg 
Johann Baptist Büchel erwähnt für 1263 
Hans zu Greifenberg und Gutenberg mit Ge 
mahlin Agnes von Asch und für 1300 Konrad 
zu Gutenberg und Weinstein. Beide Angaben 
belegt er nicht, und sie können für unseren 
Raum nicht nachgewiesen werden. Nach der 
Burg Greifenberg bei Bäretswil (ZH) nannten 
sich zeitweise die Grafen von Rapperswil. 
Das Schloss Weinstein in der Gemeinde 
Marbach (SG) ist erst im 15. Jahrhundert 
erbaut worden. Vielleicht stammen die an 
geführten Personen aus dem süddeutschen 
Raum. Jedenfalls kann damit eine Familie 
von Gutenberg für das 13. Jahrhundert 
nicht nachgewiesen werden. Bei dem bei 
Peter Kaiser für 1308 genannten Ulrich von 
Gutenberg handelt es sich um Ulrich von 
Gutenburg (bei Waldshut, Baden-Württem 
berg). Auch die Behauptung, dass die von 
Gutenberg 1308 bei der Ermordung König 
Albrechts beteiligt waren und deswegen die 
Burg Gutenberg belagert wurde, lässt sich 
nicht halten. Die von Ramschwag, welche 
die Burg belagert haben sollen, wurden erst 
viel später als Vögte auf der Burg Gutenberg 
eingesetzt. 
Die Herren von Gutenberg lassen sich erst 
um 1400 belegen - ohne dass ein Zusam 
menhang mit der Burg Gutenberg nach 
gewiesen werden kann. Das Gleiche gilt 
ebenfalls für die Herren von Wartau, die 
erstmals am Ende des 14. Jahrhunderts ge 
nannt werden. 
Anmerkung 
Literatur 
Dieser Artikel ist eine Er 
weiterung des Kapitels 
«Die Anfänge bis 1300» 
im Buch von Martin 
Gräber: Die Burg Wart 
au. Baubeschreibung, 
Geschichte, Rechte und 
Besitzungen, Urkunden 
sammlung. Buchs 2003. 
(Begleitpublikationen 
zum Werdenberger Jahr 
buch, Bd. 2). 
Jakob Bill: Balzers «Gutenberg». In: Ergrabene 
Geschichte. Die archäologischen Ausgrabungen im 
Fürstentum Liechtenstein 1977-1984. Vaduz 1985, 
S. 54-65. 
Franz Büchel; Die Geschichte der Pfarrei Balzers. 
Balzers 1982. 
Franz Büchel: Gemeinde Balzers. Beiträge zur Ge 
schichte 842-1942. Balzers 1987. 
Johann Baptist Büchel: Geschichte der Feste und 
Herrschaft Gutenberg. In: JBL 14 (1914), S. 18-98. 
Johann Baptist Büchel: Einiges aus der vaterländi 
schen Geschichte. In: JBL 17 (1917), S. 5-24. 
Markus Burgmeier: Heinrich von Frauenberg - 
ein Minnesänger in Balzers? In: Balzner Neujahrs 
blätter 2004, S. 41-52. 
Martin Gräber: Die Burg Wartau. Baubeschreibung, 
Geschichte, Rechte und Besitzungen, Urkunden 
sammlung. Buchs 2003. (Begleitpublikationen zum 
Werdenberger Jahrbuch, Bd. 2). 
Constantin Jecklin; Heinrich von Frauenberg, ein 
bündnerischer Minnesänger. In: Jahresbericht der 
Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von Grau 
bünden 36 (1906), S. 119-145. 
Peter Kaiser: Geschichte des Fürstenthums Liechten 
stein. Nebst Schilderungen aus Chur-Rätien's 
Vorzeit. Chur 1847. Neu hrsg. von Arthur Brunhart. 
Vaduz 1989. 
Liechtensteinisches Urkundenbuch. Teil 1: Von den 
Anfängen bis zum Tod Bischof Hartmanns von 
Werdenberg-Sargans-Vaduz 1416. Bd. 1: Aus dem 
bischöflichen Archiv zu Chur und aus dem Archiv 
Pfävers in St. Gallen. Bearb. von Franz Perret. 
Vaduz 1948. 
Liechtensteinisches Urkundenbuch. Teil 1: Von den 
Anfängen bis zum Tod Bischof Hartmanns von 
Werdenberg-Sargans-Vaduz 1416. Bd. 2: Aus den 
Archiven zu St. Gallen. Bearb. von Franz Perret. 
Vaduz 1953. 
Jürg L. Muraro: Untersuchungen zur Genealogie der 
Freiherren von Wildenberg und von Frauenberg. 
In: Churrätisches und st. gallisches Mittelalter. 
Festschrift für Otto P. Clavadetscher zu seinem 
65. Geburtstag. Hrsg, von Helmut Maurer. Sigma 
ringen 1984, S. 67-90. 
Hans Rudolf Sennhauser: Kapelle St. Peter und 
Turmhaus in Mäls. In: JBL 71 (1971), S. 5-40.
	        

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