Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2004) (2004)

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tigen Planungen, definierten Zielvor 
stellungen und einer Betriebsstruktur 
beruhen, die nachhaltige Arbeit er 
möglichen. Eine im Rahmen der Stu 
die angestellte Analyse der Stärken, 
Schwächen, Chancen und Risiken 
zeigt, welche Basis und Rahmenbe 
dingungen heute vorhanden sind. Der 
Zeitpunkt für die Schaffung eines 
Dorfmuseums erscheint als günstig, 
ein breites Potenzial könnte genützt 
werden. 
Das Museumskonzept umfasst in ei 
nem ersten Schritt unter anderem; 
Raumplanung und Infrastruktur, 
Strukturplanung, Organigramm, Be 
triebsplanung, Termine, Organisation, 
Finanzplanung, Personalplanung, De- 
finierung der Zielgruppen, Multipli 
katoren, Angebotsplanung, Planung 
Ausstellung und Nutzungsplanung 
des Areals. In einem zweiten Arbeits 
strang erfolgen: Sicherung der Objek 
te und Ausarbeitung einer Samm- 
lungskonzeption, Weiterführung der 
Inventarisation, Aufbau der Doku 
mentation, Verpflichtung von Part 
nern (Kooperationen), Rekrutierung 
der Mitarbeiter und Multiplikatoren, 
vorbereitende Überlegungen hinsicht 
lich Bildungs- und Vermittlungstä 
tigkeit und Eigenproduktionen. 
Das Balzner «Museum» muss be 
strebt sein, den Grad an Eigenwirt 
schaftlichkeit so hoch als möglich zu 
halten. Ziele und investierte Mittel 
müssen in einem akzeptablen Verhält 
nis stehen. «Museum» heisst, dass Tä 
tigkeiten entfaltet und Leistungen er 
zeugt werden. Um eine vielfältige Tä 
tigkeit des Museums, besonders im 
Bereich Bildung und Vermittlung, zu 
ermöglichen, sind das Können sowie 
die Kenntnisse und Angebote mög 
lichst vieler Leute aus dem Dorf ein 
zubeziehen. Deshalb ist eine multi 
funktionale Nutzung der Räumlich 
keiten und des Areals anzustreben. 
Erforderlich ist zudem auf lange 
Sicht ein Bau für den Kulturgüter 
schutz, der zusätzlich auch einen mo 
dernen Ausstellungsraum umfassen 
könnte. Für die Museumsplanung 
sind als Bedingungen und Parameter 
zu berücksichtigen: Trägerschaft, Ge 
bäude, Personal, Zielpublikum, Ver 
mittlungsziele, Sammlung und For 
schung sowie Name des Museums. 
Für alle diese Aspekte sind die Abklä 
rungen schon weitgehend getroffen 
und die Grundvorstellungen im We 
sentlichen definiert. 
Was den Namen des Museums be 
trifft, so soll er vor der Eröffnung in 
einem dorfweiten Wettbewerb kreiert 
werden und ausdrücken, dass das 
Museum vom Ansatz her ein Haus für 
(erlebte) Kulturgeschichte, Bildung, 
Information, kulturelle Aktionen und 
kulturelle Vernetzung ist. Das Balzner 
Museum ist ein offenes Haus, das alle 
einlädt, ihre Aktionen, Tätigkeiten 
und Veranstaltungen in seinen Räum 
lichkeiten anzubieten. 
Anmerkungen 
1 Die Ausführungen beruhen auf meiner 
Masterarbeit (2002) zum Abschluss eines 
Museologiestudiums (Kulturmanagement) 
an der Universität Basel, Gegenwärtig 
befasst sich eine auf privater Initiative zu 
sammengesetzte Arbeitsgruppe (Rita Vogt, 
Donat Büchel, Markus Burgmeier, Josef 
Kaufmann, Arthur Brunhart) mit der Wei 
terentwicklung der Museumskonzeption, 
die im November und Dezember 2003 der 
Kulturkommission und dem Gemeinderat 
vorgestellt wurde. 
2 Ortskaplan Arnold Britschgi, Franz Büchel 
(Beamter), Theobald Büchel (Schulrats 
präsident), Josef Nipp (Gewerbe). 
3 Anton Gstöhl (Gemeinderat), Jakob Bürzle 
(Kaminfegermeister), Arthur Frick (Bau 
zeichner), Simon Frömmelt (Maurer), Josef 
Kind (Oberlehrer), Josef Nipp (Gewerbe 
treibender), Karl Wolfinger (Angestellter). 
4 Mitglieder waren: Dominik Frick (Präsi 
dent), Theobald Büchel, Hubert Eberle, 
Anton Gstöhl, Willi Wolfinger.
	        

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