Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2002) (2002)

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Es galt nun, die angrenzende Schrei 
nerei sowie die Wohnhäuser um jeden 
Preis zu halten. Deshalb wurden in 
diesen Objekten auch massive Innen 
angriffe durchgeführt, was schliess 
lich zur Folge hatte, dass bei den Ob 
jekten Höfle 42, Gässle 4 und Gässle 6 
nur die Dachgeschosse vom Feuer zer 
stört wurden. 
Als Reserve und zur Unterstützung 
der eingesetzten Feuerwehren wurde 
auch die Feuerwehr von Mauren auf- 
geboten. Die Feuerwehren der Ge 
meinden Ruggell, Gamprin und Mau 
ren waren zu diesem Zeitpunkt be 
reits für das gesamte Fürstentum 
Liechtenstein auf Pikett gestellt. 
Die Samariter richteten drei Verwun 
detennester ein und betreuten diese. 
Die Zivilschutzgruppe Balzers über 
nahm mit den Samaritern die Versor 
gung der ca. zwanzig evakuierten Per 
sonen. Der Gemeindesaal Balzers 
wurde hergerichtet, Schlafmöglich 
keiten wurden aufgestellt sowie die 
gesamte Verpflegung der Einsatz 
kräfte organisiert und durchgeführt. 
Zur besseren Betreuung der Evakuier 
ten wurde auch das Kriseninterven 
tionsteam Liechtenstein beigezogen. 
Um ca. 04.15 Uhr konnte man mit ei 
niger Sicherheit feststellen, dass das 
Grossfeuer unter Kontrolle gebracht 
worden war. Bis gegen 05.00 Uhr mel 
deten alle Abschnittskommandanten 
nach und nach das Feuer als gelöscht. 
Die Feuerwehren standen jedoch den 
ganzen folgenden Tag im Einsatz, um 
wieder aufflammende kleine Brand 
nester zu löschen. Bei den Nach 
löscharbeiten erwies sich der Einsatz 
der Wärmebildkamera der Feuerwehr 
Buchs als sehr hilfreich. Aus Sicher 
heitsgründen wurden die Brand 
ruinen der zerstörten Objekte mit bei 
gezogenen Baumaschinen zum Ein 
sturz gebracht. Dank der sehr gut aus 
gebauten Wasserversorgung der Ge 
meinde Balzers mit zwei Grund 
wasserpumpwerken und vier Tauch 
pumpen DN 150 mit je 50 1/sec konn 
ten stündlich zwischen 600'000 und 
720'000 1 Wasser vom Hydrantennetz 
bezogen werden (Einsatz von acht 
Hydranten). Verfügbare Reserven: 
Reservoir Balzers 1200 m 3 und Reser 
voir Triesen 1000 m 3 . Zusätzlich wur 
den ca. 1 1 '000 1 Wasser pro Minute 
mittels Motorspritzen vom nahen Dorf 
bach zum Schadensplatz gefördert.
	        

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