Volltext: Balzner Neujahrsblätter (2000) (2000)

Vladimir Zorc (1940) 
Wie das Leben so spielt! Vor gut 35 Jahren wusste ich von Liechtenstein höchstens, was 
man in der Schule so lernt: ein kleines Fürstentum mitten in Europa, mit einem Fürsten, 
einer Fürstin, arbeitsamen und zufriedenen Mitbürgern. Das Land war nicht in den Zwei 
ten Weltkrieg verwickelt, und die Bevölkerung lebte vor allem von der Landwirtschaft. 
Dann habe ich die Balznerin Emilie Gstöhl kennen gelernt und in Pretoria (Südafrika) 
geheiratet. Kurz danach, im Jahre 1966, übersiedelten wir nach Balzers, und somit ha 
ben Balzers und Liechtenstein für mich einen ganz anderen Stellenwert erhalten. Ich 
musste mich unter anderem der neuen Umgebung, der Lebensart der Leute sowie ihrer 
Sprache anpassen. Dabei habe ich diese Menschen kennen und schnitzen gelernt. 
In all diesen Jahren beeindruckte mich besonders die Tatsache, dass ich, obwohl als Aus 
länder in Balzers, dies nie als solches empfunden habe, nie das Gefühl hatte, von Freun 
den, Nachbarn oder Mitbürgern in irgendeiner Weise benachteiligt zu werden. Zugege 
ben, etwas Glück muss man haben. In unserem jetzigen Wohnquartier Brüel haben wir 
eine freundliche, fröhliche und hilfsbereite Nachbarschaft, die zur entsprechenden Le 
bensqualität beiträgt. 
Bei meinen vielen geschäftlichen Reisen, hauptsächlich in Südosteuropa, wurde ich stän 
dig über Liechtenstein, seine Politik, den Regierungsstil, die Gemeinden, die Lebens 
und Arbeitsbedingungen und anderes mehr ausgefragt. Stolz konnte ich die vielen Fra 
gen beantworten. Ja, ich war und bin stolz, in Balzers leben zu dürfen und mich hier zu 
Hause zu fühlen. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich herzlich bei der Gemein 
de Balzers für die Aufnahme in das Bürgerrecht. 
Leider hatte ich durch die unregelmässigen Reisen nicht die Möglichkeit, mich den ver 
schiedenen Vereinen anzuschliessen und dort mitzuwirken. 
Es ist in den letzten 33 Jahren viel geschehen in Balzers, sowohl politisch als auch wirt 
schaftlich. Die Infrastruktur des Gemeindewesens hat sich verändert, man ist Fremden 
gegenüber offener geworden und vieles mehr. 
Ich wünsche mir und uns allen auch für die Zukunft einen verantwortungsbewussten Ge 
meinderat, gelebte Toleranz untereinander, Wohlergehen, etwas Glück und Gottes Segen.
	        

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