Folgemonat. Interimsméfig iibernahm nun Rudolf Lingg dessen Titigkeit.*** Auf Lingg folgte 
Johann Wanger der bis 1918 seinen Dienst erfillte, dann aber eine Wiederwahl ablehnte, 
worauf Ludwig Beck für vier Monate übernahm um den Posten schließlich Ludwig Hilti zu 
übergeben. **!' 1920 übernimmt Herr Öfelin, Landwirtschaftslehrer und ehemaliger 
Gutsverwalter, die Verwaltung. Hierfür erhielt dieser ein Jahresgehalt von 3000 Fr. eine Fünf- 
Zimmer-Wohnung im Armenhaus sowie freies Holz, allerdings musste er sich selbst 
verköstigen. *? Die Wohnung musste allerdings noch eingerichtet werden.“ Öfelin führte 
seine Tätigkeit ziemlich genau zwei Jahre aus bis er dann seinen Dienst kündigte. Hierauf 
wurde Ferdinand Risch zum Armenanstaltsverwalter, der seine Tätigkeit bis ins Jahr 1927 
ausübte. ** 
Ihm folgte Julius Wachter, der wie schon einige seine Vorgänger, in seinem Amt 
verstarb.“ Als neuer Verwalter wurde Peter Wachter gewählt. 
1936 erwägt der Gemeinderat, ob es aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoller wäre, den 
Oberknechtposten *°° im Bürgerheim mit dem des Armenverwalters zu vereinigen. *” 
Schließlich dachte man bereits bei der Einstellung des Lorenz Walser als Oberknecht an seine 
zukiinftige Titigkeit als Armenanstaltsverwalter.**® Lorenz Walser sollte, mit zweiunddreißig 
Jahren Dienstzeit (bis 1969) der langstgediente Armenanstaltsverwalter in der Geschichte des 
Armenhauses werden. Er starb nicht in seinem Amte sondern kiindigte aus gesundheitlichen 
Gründen.“ Zur Hochzeit gab ihm die Gemeinde eine Wohnung im Armenhaus, er erhielt die 
kleine Kiiche und zwei Zimmer.**’ Die Stelle des Biirgerheimverwalters wurde nun erstmals 
offentlich zur freien Bewerbung ausgeschrieben, worauthin zwei Bewerbungen eingingen und 
die Stelle an Herrn Franz Frick aus Schaan gegeben wurde. Dieser lebte ebenfalls im 
Armenhaus und titigte seinen Dienst gute zwei Jahre. **! Interimsmäßig übernahm dann Erich 
  
430 GAS Gemeinderatsprotokoll 3. April 1912. Méglicherweise hat Edmund Risch nach seiner Amtsniederlegung 
fiir eine kurze Zeit nochmals als Armenvater fungiert, da er als solcher im Protokoll vom 11. Mai desselben Jahres 
geführt wird. 
%1 GAS Gemeinderatsprotokoll 5. Januar 1913, 7. Mai 1915, 18. Mai 1918 und 10. August 1918. Lohnerhöhung 
um 100% von 250 auf 500 Kronen GAS Gemeinderatsprotokoll 8. April 1920 
®2 GAS Gemeinderatsprotokoll 10. Oktober 1920. 
33 GAS Gemeinderatsprotokoll 24. Oktober 1920. 
434 GAS Gemeinderatsprotokoll 31. Dezember 1927. 
435 GAS Gemeinderatsprotokoll 7. Juni 1931. 
36 Der 1. Knecht. Jutz, Vorarlbergisches Worterbuch. Bd. 2, 583. 
B7 GAS Gemeinderatsprotokoll 8. Februar 1936. 
B38 GAS Gemeinderatsprotokoll 26. April 1936 und 7. Janner 1937. Hinzu kommt, dass sich „Auf den Aufruf am 
Kirchenplatze ... nur auswärtige Arbeitskräfte gemeldet.“ Woraufhin Lorenz Walser, der sich „besonders eignen 
würde“, diesbezüglich nochmals angefragt werden sollte. GAS Gemeinderatsprotokoll 28. März 1936. 
%9 GAS Gemeinderatsprotokoll 6. Februar 1969. 
40 GAS Gemeinderatsprotokoll 18. April 1938. 
41 GAS Gemeinderatsprotokoll 27. März 1969. 
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