Räumlichkeiten untergebracht werden. Doch blieben diesbezügliche Konferenzen ohne 
Ergebnisse, weshalb der Gemeinderat 1956 beschloss, „dass am bisher bestehenden Zustande 
festgehalten werden solle, d.h. dass die Gemeinde in erster Linie ihre eigenen Leute ohne 
Unterschied ins Bürgerheim aufzunehmen habe.“ *!* In den 1970er Jahren jedoch wurden 
Neuerungen in der Sozialfürsorge*!* aufgrund des erst kürzlich geschaffenen Fürsorgeamtes 
verstärkt auch auf Landesebene angestrebt. 
Auf die geführte bzw. zu führende Diskussion wurde auch bei den am Bürgerheim in Schaan 
getätigten Baumaßnahmen Rücksicht genommen. Schließlich zeichnete sich eine grössere 
Renovation in baldiger Zukunft ab, weshalb zu Beginn der 1970er Jahre nur noch kleinere, 
unumgängliche Renovationsarbeiten getätigt wurden. Diese beinhalteten die Renovation von 
zwei Zimmern, die Instandsetzung des Bodenbelags im Knechtzimmer, einen erneuten Anstrich 
der Fassade und die teilweise Instandsetzung des Verputzes sowie die zu erstellende Haustüre 
am Siideingang. *'® Im Zuge der Beherbergung des Büros für den Schulhausneubau im 
Bürgerheim wurde festgestellt, dass es in den Gängen und dem Treppenhaus dringendst eines 
neuen Anstriches bedurfte. Woraufhin, abermals auf Anstoß Dritter, eine Verbesserung der 
Wohnatmosphäre vollzogen wurde. ?!” Auch bei der Instandsetzung der Verwalterwohnung 
1975 wurden zukünftige Bauarbeiten im Hinterkopf behalten, weshalb darauf verwiesen wurde, 
„dass möglichst wenig investiert wird.“*!® 
Die Gemeinde Schaan sah sich aufgrund der Bestrebungen die Bürgerheime Triesen und 
Eschen in Zentren für sozialpsychiatrische Fürsorge umzuwandeln und aufgrund des in Vaduz 
entstanden Altersheim gezwungen, die Zukunft des Bürgerheims neu zu entwerfen. In Zukunft 
sollten „sozial Auffällige und die schwierigen Personen in Eschen und Triesen konzentriert 
werden.“ *!? Die Bestrebung des Fürsorgeamtes war diesbezüglich, alle Gemeinden in einer 
Genossenschaft zu beteiligen. Bei der Gemeinde Schaan benötigte es einiges an 
Überzeugungskraft, zumal sie als einwohnerreiche Gemeinde für das Zustandekommen des 
Projekts einen wichtigen Pfeiler bildete. Zu Beginn zeigte sich der Gemeinderat skeptisch 
  
314 GAS Gemeinderatsprotokoll 28. Januar 1956. 
315 Zum einen das Sozialhilfegesetz von 1965, zum anderen die Neuorganisation der Bürgerheime Triesen und 
Eschen. 
316 GAS Gemeinderatsprotokoll 26. Februar 1970, 12. März 1970, 23. Juli 1970. GAS Gemeinderatsprotokoll 6. 
August 1970 und 15. Oktober 1970 
317 GAS Gemeinderatsprotokoll 27. Juli 1972. 
318 GAS Gemeinderatsprotokoll 24. April 1975. 
319 GAS Gemeinderatsprotokoll 10. April 1975. Information durch Herrn Westmeyer über die Neuorganisation 
der beiden Bürgerheime Triesen und Eschen. 
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