IDPA Gesellschaftsspaltung durch Neutralität 
der versehentliche „Verletzungen“ des liechtensteinischen Luftraums verhinderte (Geiger, 
Kriegszeit Bd. 1, 2010, S. 200-201). Die 
Regierung musste also an einen passiven 
Luftschutz für das Land organisieren. So 
war beispielsweise von 1940 - 1944 die 
Verdunkelung gesetzlich vorgeschrieben 
(Geiger, Kriegszeit Bd. 1, 2010, S. 193). 
Konkretere Luftschutzmassnahmen 
wurden jedoch erst 1943, im Jahr der 
  
Bombardierung  Feldkirchs, veranlasst. 
Luftangriff vom 1. Oktober 1943 
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Die Tatsache, dass nun auch 
Liechtenstein Ziel eines Bombenangriffs werden kónnte, führte dazu, dass im Land zwei 
Luftschutzsirenen installiert wurden. Zudem wurden der Bevölkerung Kurse zur 
Brandbekämpfung angeboten und der Rettungsdienst mit zusätzlichen Samaritern aufgestockt 
(Geiger, Kriegszeit Bd. 1, 2010, S. 202-207). 
„Wir hatten trotz häufigen Fliegeralarmen keine Angst. Erst als Feldkirch Opfer eines 
amerikanischen Bombenangriffs wurde, schlug diese Stimmung um.“ - Edith Tarnutzer, 
Zeitzeugin im Interview mit M.W. 
Wie sich zweifelsfrei aus Edith Tarnutzers Aussage erahnen làsst, verbreitete der Angriff auf 
Feldkirch in der Bevólkerung Liechtensteins Angst und Schrecken. Der Krieg war nun endgültig 
an der Landesgrenze angelangt. Man fühlte sich plótzlich verwundbar und konnte nicht viel 
gegen diese Hilflosigkeit ausrichten. 
Das Volk wáhnte sich zwar schon von Beginn an nie vóllig in Sicherheit vor Angriffen aus der 
Luft, aber als ab 1943 die Anzahl an Luftschlágen gegen vermeintlich unbedeutende Ziele 
zunahm, sorgte man sich im Land darum, ob nicht auch Industriebetriebe wie die Balzers AG 
und die Presta AG in den Fokus der Bomberbesatzungen geraten kónnten. Besonders, da auch 
die eine oder andere Firma aus Liechtenstein die deutsche Rüstungsindustrie belieferte. Der 
Angriff auf Feldkirch liess in der Bevólkerung schliesslich ein tiefes Bedürfnis nach Luftschutz 
aufkommen. Dennoch waren sich die Einwohner darüber bewusst, dass sich ein drohender 
Angriff nicht wirklich vermeiden lassen würde. 
 
        

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