FEMIN� 
FEMIN� ist ein Auftragswerk, komponiert f�r ein Liechtensteiner Vokalensemble 
zu dessen 10. Geburtstag. 
Das Vokalensemble tr�gt den Namen nach dem im 13. Jahrhundert lebenden Minnesanger 
ULRICH VON LIECHTENSTEIN. 
FEMINA ist eine Kantate, welcher ein Ausschnitt eines Originaltextes des erw�hnten 
Minnes�ngers zugrunde liegt. Der Text ist eine Huldigung an die Frauen: 
Ulrich von Liechtenstein 
Aus der Jugendgeschichte 
Erste Prouve 
5. Str. Hip sint reine, vip sint guot, wip sint scboene und vol geiuot, 
vip sint guot f�r senediu leit, vip die f�egent verdecheit, 
vip die l�chent verden ian, vol il, der daz verdienen kan, 
daz si ii bietent vriundes gruoz, dei virt vil laniger sorgen puoz. 
FEMINA ist ein humoristischer Querschnitt vom Minnesang bis in die heutige Zeit. 
Die Kantate besteht aus 6 stilistischen Stationen, beginnend mit einem St�ck, 
das sich "Mittelalter" nennt. Es folgen "Barock: Recitativ und Fuge", "Klassik", 
"Romantik", "Zeitgen�ssischer Sprechchor" und abschliessend "Kurzer R�ckblick 
ins Mittelalter mit Boogie-Woogie". 
Dem stilistischen Querschnitt durch die Epochen liegt als "roter Faden" der 
Huldigungstext an die Frauen zugrunde, welcher im ersten St�ck "Mittelalter" 
in seiner Originalgestalt vertont wird. Der inhaltliche Gedanke des Textes 
zieht sich konsequent durch, seine �ussere Erscheinungsform �ndert sich aber 
gem�ss den stilistischen Mitteln (und dem Sarkasmus des Komponisten). So sind 
die Frauen in der Barockzeit bereits "des Lebens G�te, welche erquicken Seele 
und Gem�the"; in der Klassik "des Lebens sch�nste Zier; in der Romantik die 
"gr�sste Pracht inmitten seel'ger Nacht"; in der heutigen Zeit stellen 6 
Frauen gleichzeitig fest, dass sie selbst sehr wenig sprechen; und in der �ra 
des Kommerzes sind sie "pure, fine, nice and very happy"; bis sich der Kreis 
schliesst und die Einblendung einer Phrase des Originaltextes den Punkt hinter 
die ganze Weisheit setzt. 
Im Gegensatz zum textlichen Aspekt liegt der musikalischen Durchf�hrung kein 
einheitliches Thema im Sinne einer Variation zugrunde (mit Ausnahme von 
Mittelalter und Boogie-Woogie). Jedes St�ck will ein unabh�ngiges und in sich 
geschlossenes sein. Trotzdem kn�pft jedes St�ck an ein musikalisches Detail 
eines anderen an, sei es an eine harmonische Wendung oder an ein melodisches 
Motiv. Die Tonsprache der jeweiligen Epoche wird zum Teil ein wenig �berspitzt 
und macht dem Ausdruck "Humoresque" alle Ehre. Dass der Boogie-Woogie nach 
hunderten von Jahren wieder in der Melodie des Mittelalters m�ndet, spannt 
auch hier den Bogen und schliesst den "Kreis des Daseins". 
Als Begleitung ist eine obligate Klavierstimme vorhergesehen. Ausser im 
Zeitgen�ssischen Sprechgesang, wo die M�nner mit entsprechenden Ger�uschen 
quasi diskret auf die Widerspr�chlichkeit und Peinlichkeit des von den Frauen 
Behaupteten hinweisen und somit die "Begleitung" �bernehmen. 
Im "Mittelalter" kann entweder eine Gitarre oder ebenfalls das Klavier die 
akkordische Unterst�tzung �bernehmen. Bei der Verwendung des Klaviers w�re es 
vorteilhaft, anstatt der �blichen Spielweise die Saiten im Innern anzuzupfen. 
Auch eine Blockfl�te, eine Trommel und ein Tamburin sind f�r "Mittelalter" 
vorgesehen, was problemlos von einzelnen Chormitgliedern auszuf�hren ist.
        

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