Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
58
Erscheinungsjahr:
2016
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000397673/48/
Das Werden eines Museums 
musste sie mit sehr bescheidenen finanziellen Mitteln auskommen. Ihren 
Wirkungsort erhielt sie in den Räumen des Engländerbaus im Zentrum 
von Vaduz. 
Die gesetzlichen Grundlagen formulierten kaum Vorgaben für die 
inhaltliche Ausrichtung der Sammlung. Einzig der wolkige Auftrag, «alte 
und neue Werke der bildenden Kunst» zu erwerben, findet sich in den 
Statuten. So konnte Georg Malin das inhaltliche Profil definieren. 1969 
eröffnete er die erste Ausstellung der Liechtensteinischen Staatlichen 
Kunstsammlung, in der sowohl die Schenkung des Grafen von Bendern 
(ergänzt durch Leihgaben alter Meister aus weiteren Privatsammlungen 
in Liechtenstein) als auch die ersten Erwerbungen ausgestellt wurden.!° 
Malin nutzte diese Gelegenheit, um erste programmatische Pflöcke ein- 
zuschlagen und sie mit den ersten Ankäufen zu belegen. In seiner Einfüh- 
rung zur begleitenden Publikation definierte er für die Sammlung zwei 
Abteilungen: eine «historische» und eine «moderne». Erstere sollte aus 
der Schenkung des Grafen von Bendern sowie künftigen einzelnen Zu- 
käufen im Bereich des 16. bis 18. Jahrhunderts bestehen. Für letztere 
führte er aus: 
«Die moderne Abteilung mit Graphiken und Zeichnungen aus dem 
20. Jahrhundert ist noch kein Jahr alt. (...) Dabei bemühte sich die 
Kommission, in kurzer Frist einen Bestand von Blättern zu kaufen, 
welche zusammen einen gerafften (naturgemäss vorderhand noch 
lückenhaften) Überblick zur Kunst des 20. Jahrhunderts geben. Es 
wurde auch bedacht, dass der Standort der Sammlung zwischen 
Österreich und der Schweiz in der Wahl der Käufe ebenfalls zum 
Ausdruck kommen sollte. (...) Vor allem kaufte die Staatliche 
Sammlung Blätter von allgemein bekannten Künstlern (...). Auch 
die neuesten Strömungen der amerikanischen und englischen Rich- 
tungen wurden in einigen Ankäufen berücksichtigt. (...) Das älteste 
Blatt stammt von Francisco Goya 
    

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