Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
58
Erscheinungsjahr:
2016
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000397673/380/
Siedlungsverdichtung und übergeordnete Landschaftsstrukturen 
Gemeindegrenzen überschreitend können regionale Landschaftsstruk- 
turen ein Entwicklungsgerüst bilden. Entlang demselben können quar- 
tierbezogene Qualitäten im Zusammenspiel mit der gebauten Umwelt 
generiert und in bewährte Abfolgen gebracht werden. Landschaftsstruk- 
turen können mit einem lokalen baulichen Eingriff bewusst gestärkt 
werden und so selbstverständlicher Bestandteil urbaner Tallandschaft 
bleiben. 
Städtebau durch Landschaft — für qualitative 
Siedlungsverdichtung das Wissen um die Bedeutung 
der Landschaftsstrukturen nutzen 
Zu den wesentlichen Erkenntnissen zählt, dass Landschaftsstrukturen 
als Kombination aus funktionalen Netzen und Flächen sowie raum- 
wirksamem Zusammenspiel von Topografie und Vegetation im spezifi- 
schen Kontext der Tallandschaft im Alpenrheintal in Erscheinung treten. 
Ein und dieselbe Landschaftsstruktur kann auf regionaler, städtebauli- 
cher und lokaler Ebene unterschiedliche Beiträge zur Qualifizierung der 
urbanen Landschaft im Alpenrheintal liefern - je nach Lage und Funk- 
tion im Gesamtzusammenhang. Landschaftsstrukturen beinhalten trotz 
unterschiedlicher räumlicher Ausprägung und Form (z.B. lineare Land- 
schaftsstrukturen im Talraum) ein funktionales und gestalterisches 
Zusammenspiel, das sie als übergeordnetes Leitelement auf regionaler 
Ebene erkennen lässt. Ihre Beseitigung führt zu lokal spürbarer gestalte- 
rischer und funktionaler Strukturverarmung von betroffenen Entwick- 
lungsgebieten. An die Stelle eines Bedeutungszusammenhangs am kon- 
kreten Ort sowie eines Zusammenhangs mit der weiteren Umgebung 
treten oft beklagte Beliebigkeit und Austauschbarkeit. Bauweisen und 
Bauformen, die den jeweiligen regionalen Kontext der Landschaft kon- 
zeptionell wie gestalterisch bei kleinräumigen baulichen Interventionen 
nutzen, können auch bei höherer Dichte und zeitgenössischen Baufor- 
men vorhandene Qualitäten bewusst «mitbauen» und damit den Ge- 
samtkontext stärken. 
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