Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
58
Erscheinungsjahr:
2016
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000397673/373/
Catarina Proidl 
im Übergang des Hangfusses zur Talebene und ist als östlichste Linie in 
der übergeordneten Karte dargestellt (siehe Abb. 1). 
Die Hangkante von bis zu drei Metern Höhe ist im Bereich von 
Triesen die markante Geländekante samt Vegetation und Weginfrastruk- 
tur der ehemaligen Pralluferlinie des Rheins. Sie erstreckt sich von Süden 
nach Norden bis auf Vaduzer Gemeindegebiet und wird vom Schuttke- 
gel der Spania-Rüfe überformt. Betrachtet man diese gewachsene Längs- 
struktur im Querschnitt, so ergeben sich in der Abfolge vielfältige Kom- 
binationen von einem schmalen öffentlichen Weg und der Topografie 
der Geländekante. Teilweise verläuft der Weg an der Unterkante des 
Geländeversatzes, teils in der Mitte, teils an der Oberkante. Bereichs- 
weise und je nach Platzverhältnissen sind die Böschungsbereiche der 
Hangkante mit Gehölzen bewachsen, bereichsweise nur als Wiese belas- 
sen. Je nach Grösse der Gehölzvegetation (Büsche, Bäume) entstehen 
dadurch enge beschattete Bereiche oder weite offene Bereiche mit Blick- 
bezügen bis zu den horizontrahmenden Bergflanken. So bewegt man 
sich entlang einer abwechslungsreichen Sequenz von Teilräumen. Ab- 
schnittsweise ist der Weg nur für Fussgänger und Radfahrer benutzbar, 
was den Charakter dieses Bewegungsraumes anders prägt als entlang 
einer öffentlichen Strasse. Mit entscheidend für die Aufenthaltsqualität 
entlang des Weges und in den angrenzenden Räumen sind die umgeben- 
den Nutzungen und die Ausgestaltung ihrer Grenzen. Da der Gelände- 
sprung nicht ausschliesslich auf öffentlichem Gebiet liegt, können Gar- 
tenmauern, Hecken, Baumhecken und Zäune unterschiedlichster Aus- 
prägung diesen Weg begleiten. Schliessen private Gärten an, können 
Höhe und Dichte dieses Grenzfilters die Privatheit in den anschliessen- 
den Gärten sicherstellen. Schliessen halböffentliche Vorgartenbereiche 
und Zugangsbereiche zu Mehrfamilienhäusern an, lädt eine niedrige 
Bepflanzung und eine offene Gestaltung zur Kommunikation und zum 
Austausch mit den Bereichen des öffentlichen Weges ein. Es entstehen 
verschieden breit und verschieden zugänglich gestaltete anschliessende 
Aussenräume an den Weg. Bewegt man sich entlang der Hangkante, 
durchquert man ein Mosaik von aneinandergereihten Abschnitten je- 
weils anderen Charakters. 
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